Zum Inhalt springen

COVID-19-Laborunfallhypothese

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Qualitätssicherung Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln auf der Qualitätssicherungsseite der Redaktion Medizin eingetragen. Bitte hilf mit, die Mängel dieses Artikels zu beseitigen, und beteilige dich dort an der Diskussion. Die Mindestanforderungen für medizinische Artikel sollen dadurch erfüllt werden, wodurch eine eventuelle Löschung des Artikels oder von Artikelpassagen innerhalb von vier Wochen vermieden wird.
Redaktion Medizin
Redaktion Medizin
Strukturanalyse der Infektion mit SARS-CoV-2

Die Laborhypothese bzw. COVID-19-Laborunfallhypothese (englisch: COVID-19 lab leak theory) ist die Annahme, dass das Virus SARS-CoV-2, welches die COVID-19-Pandemie auslöste, aus einem Labor stammt. Zu den verdächtigten Laboren gehören das Institut für Virologie Wuhan (WIV) und das Wuhan Center for Disease Control and Prevention (WHCDC), an denen Forschungen zu Coronaviren betrieben wurden.[1][2] Letzteres befand sich seit Ende 2019 in unmittelbarer Nähe (ca. 280 m entfernt) zum Huanan Market, dem nach der Datenlage plausiblen Ursprungsort.[3]

Indizien für die Labor-Hypothese sind, neben der räumlichen Nähe zu Biolaboren mit besonders einschlägiger Coronaviren-Forschung, die unzureichenden Sicherheitsstandards am WIV, die als intransparent kritisierte Aufklärungsarbeit der chinesischen Regierung und bestimmte – jedoch kontrovers diskutierte – genetische und biologische Eigenschaften von SARS-CoV-2, wie seine Andockfähigkeit an menschliche ACE2-Rezeptoren.

Im Februar 2020 wurde die Laborhypothese wegen der Nähe des WHCDC zum Ausbruchsort von chinesischen Wissenschaftlern erstmals als Möglichkeit öffentlich erwogen,[4] dann von einer Gruppe einflussreicher Virologen verworfen und in einem Artikel in The Lancet als Verschwörungstheorie bezeichnet. Ab ca. 2021 wurde die Laborhypothese intensiver von Medien und Wissenschaftlern diskutiert und wurde Gegenstand kontroverser Diskussionen und politischer Untersuchungen.

Unter einschlägig arbeitenden Experten, die sich dazu äußern wollten, war die Laborhypothese laut einer 2023 durchgeführten Erhebung eine Mindermeinung. Etwa 80 % der Teilnehmer der Anfang 2024 veröffentlichten Erhebung (mit 168 antwortenden Teilnehmern aus 47 Ländern von insgesamt 1138 Befragten) hielten einen natürlichen Ursprung für relativ wahrscheinlicher als einen Laborursprung.[5] Ebenfalls nur ein Fünftel der Teilnehmer kannte den einschlägigen DEFUSE-Forschungsantrag des WIV, den Vertreter der Labortheorie als Bauplan für SARS-CoV-2 verstehen.[6]

Schon früh haben verschiedene Geheimdienste sich für das Szenario eines vertuschten Laborunfalls in Wuhan ausgesprochen, darunter – mit unterschiedlichem Grad der Gewissheit – das FBI,[7] die CIA[8] und der deutsche BND im Jahr 2020. Unter dem Codenamen „Saaremaa“ hatte der BND im Auftrag des Bundeskanzleramts öffentlich zugängliche Daten sowie Geheimdienstinformationen ausgewertet – die Kenntnisse wurden aber erst 2025 öffentlich.[9] Im Anschluss an die Berichte über die Erkenntnisse des BND erklärte auch Lothar Wieler, der während der Pandemie Präsident des Robert Koch-Instituts war, dass er die Laborthese „mit dem aktuellen Wissensstand für wahrscheinlicher“ hält.[10]

Mögliche Hinweise auf einen Laborunfall

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Forschungen und Virenbestand am WIV

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eingang des Instituts für Virologie Wuhan

Das Institut für Virologie Wuhan (Wuhan Institute of Virology, WIV) verfügt mit über 1500 Erregerstämmen über die größte Virusbank und die größte Sammlung von Fledermaus- und anderen Coronaviren in Asien. Dort wurde 2015 ein Labor der höchsten Schutzstufe BSL-4 als erstes in China eingeweiht.[11] Am WIV wurde Gain-of-function-Forschung an Coronaviren betrieben, wobei Viren so verändert werden, dass sie gefährlicher oder ansteckend für Menschen wurden, um so wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen.

Schon 2015 publizierte die Gruppenleiterin und stellvertretende Direktorin Shi Zhengli erstmals über Experimente am WIV, bei denen ihr Team neue Spike-Proteine in die Hauptketten von Sars-ähnlichen Fledermaus-Coronaviren aus China einfügte. Es sollte erforscht werden, ob diese neuartigen Viren einerseits durch verbesserte Andockfähigkeit an ACE2-Rezeptoren in menschlichen Atemwegszellkulturen eine Epidemie auslösen und andererseits auch Lungenentzündungen in Labormäusen verursachen könnten.[12] Sie selbst, ihre Forschungsgruppe und Kooperationspartner legten auch weitere wichtige Veröffentlichungen zu dieser Forschungsfrage vor.[13] Die Gain-of-Function-Forschungen an Coronaviren in Wuhan, die durch diese Publikationen dokumentiert sind, wurden als mögliche Vorarbeiten gesehen zu weiteren Experimenten, die wiederum im Verdacht stehen, Sars-CoV-2 freigesetzt zu haben.[14][15][16][2]

Zu der Sammlung an Coronaviren in Wuhan gehörte eine Probe des Betacoronavirus RaTG13, welches zu 96,1 % mit SARS-CoV-2 identisch ist.[17][18][19][20] Nach Angabe von Shi Zhengli wurde 2016 eine 370 Basenpaare lange Teilsequenz des RdRp-Gens von RaTG13 in GenBank veröffentlicht. Dieses und andere Viren aus früheren Proben wurden 2018 erneut mit einer verbesserten Technik sequenziert.[17] Shi Zhengli gab 2022 an, dass RaTG13 zu der ersten Charge zählte, die mit der neuen Technik sequenziert wurde. Die vorrätige Probe soll dabei verbraucht worden sein und das Virus nunmehr nur noch in sequenzierter Form in der institutseigenen Datenbank existiert haben.[18][21] In der Erstpublikation zu dem neuartigen Coronavirus von Anfang Februar 2020 wiesen Shi Zhengli und Kollegen auf die Ähnlichkeit zu RaTG13 hin.[22]

Eine mögliche Verbindung zwischen RaTG13 und SARS-CoV-2 wurde kontrovers diskutiert. RaTG13 galt zunächst als das Coronavirus mit der größten genetischen Verwandtschaft. In Laos wurde allerdings 2021 eine Linie von drei Coronaviren gefunden (BANAL-52, BANAL-103 und BANAL-236, benannt nach dem Abstrichort bat anal swabs[23]), welche ähnlich sind und besser an menschliche ACE2-Rezeptoren andocken können, aber keine Furin-Spaltstelle haben.[24] RaTG13 ist zu verschieden von Sars-CoV-2, um der direkte Vorfahre sein zu können,[25] doch die Möglichkeit, dass sich die Abweichungen ganz oder teilweise durch serielle Infektionen erklären ließen, wurde in der Forschung erwogen.[26][27]

Fledermauskot (mit Schabe)

RaTG13 wurde 2012 in der Mojiang-Mine in der 1.800 km entfernten Provinz Yunnan entnommen, in der sich sechs Arbeiter, die Fledermauskot beseitigen sollten,[17] mit einer Lungenkrankheit infiziert hatten, von denen drei verstarben. Nach dem Ausbruch der Pandemie wurden Monali Rahalkar und Rahul Bahulikar auf die Masterarbeit[28] eines Studenten der behandelnden Universitätsklinik in Kunming von 2013 sowie auf eine Doktorarbeit des Chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle und -prävention von 2016 aufmerksam, welche die damalige Lungenkrankheit als dem späteren Covid ähnlich beschreiben. Dort findet sich auch die Angabe, dass vier der erkrankten Höhlenarbeiter Antikörper gegen SARS-CoV hatten, einen Verwandten und Vorläufer von SARS-CoV-2.[29][30]

Shi Zhengli sagte jedoch später, dass diese Befunde falsch-positiv waren und anschließend von ihrem Labor korrigiert wurden.[18] Zudem führte sie bereits im März 2020 die Krankheit der Höhlenarbeiter auf einen Pilz zurück.[31] Rahalkar und Bahulikar wiesen allerdings darauf hin, dass die Universitätsklinik aufgrund der Symptome und Therapieerfolge eine primäre Virusinfektion sowie eine sekundäre Pilzinfektion diagnostiziert hatte.[29][32]

Die beiden gleichen indischen Wissenschaftler hatten bereits in dem Preprint von Mai 2020 bemerkt, dass RaTG13 als Probennummer 4991 von der Arbeitsgruppe von Shi Zhengli aus der Mojiang-Mine in Yunnan in Zusammenhang mit den mysteriösen Lungenerkrankungen entnommen worden war.[33] Shi Zhengli veröffentlichte im November 2020 einen Nachtrag zu ihrer Erstveröffentlichung über das neuartige Coronavirus, in dem sie angab, dass ihr Institut in Zusammenhang mit den Lungenerkrankungen RaTG13 als Probe aus der Mine in Yunnan entnommen und sequenziert hatte.[17] Kritiker warfen ihr vor, dass sie diese Sachverhalte in der Erstpublikation nicht angegeben und ihren Nachtrag möglicherweise erst als Reaktion auf die aufkommenden Fragen veröffentlicht hatte.[21][26][18]

Gain-of-function-Forschung mit EcoHealth

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die EcoHealth Alliance erhielt über mehrere Jahre hinweg Fördermittel von den National Institutes of Health (NIH), insbesondere von deren Untereinheit, dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID). Ein Teil dieser Fördermittel floss an das WIV in China. Besonders relevant war ein NIH-Grant für das Forschungsprojekt Understanding the Risk of Bat Coronavirus Emergence („Verständnis des Risikos der Entstehung von Fledermaus-Coronaviren“), das von 2014 bis 2019 gefördert wurde. Daraus erhielt das WIV knapp 600.000 US-Dollar für Forschungen mit Coronaviren, die ein besonderes Risiko darstellen könnten.[34]

Der Leiter von EcoHealth, der britische Zoologe Peter Daszak, arbeitete eng mit WIV-Wissenschaftlern zusammen und war Co-Autor mehrerer wissenschaftlicher Arbeiten mit Shi Zhengli.[30] Während die NIH und Daszak bestritten, dass mit ihren Fördermitteln Gain-of-Function-Experimente am WIV finanziert wurden, gibt es Dokumente, die darauf hindeuten, dass genetische Manipulationen an Coronaviren durchgeführt wurden. Eine Veröffentlichung durch den Freedom-of-Information-Act 2021 deutet auf Projekte hin, bei denen Fledermaus-Coronaviren mit Spike-Proteinen kombiniert wurden, um ihre Fähigkeit zu testen, menschliche Zellen zu infizieren.[35]

Denn EcoHealth reichte Anfang 2018 gemeinsam mit dem WIV einen entsprechenden Forschungsantrag mit dem Akronym DEFUSE bei der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) ein.[36][37] Der Antrag wurde aber abgelehnt, laut Daszak aus finanziellen Gründen; anderen Aussagen zufolge spielten auch Sicherheitsbedenken eine Rolle.[38] Später kamen Spekulationen auf, dass das WIV diese Experimente danach möglicherweise mit anderen Mitteln weiterführte.[39][40] Nach Geheimdiensterkenntnissen der USA hatte das WIV seit 2017 Finanzierung vom chinesischen Militär erhalten, darunter auch für Geheimprojekte im Rahmen von Biowaffenforschung.[41] Im April 2020 stellten die NIH schließlich die Finanzierung von EcoHealth für Forschung an Coronaviren in China ein.[34] Im Januar 2025 suspendierte das US-Gesundheitsministerium Daszak und EcoHealth für fünf Jahre, nachdem der parlamentarische Untersuchungsausschuss (House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic) Fehlverhalten festgestellt hatte.[42]

Laut Antrag sollten die Forscher die sequenzierten Spikeproteine von Sarscoronaviren aus dem Bestand und weiteren Feldstudien des WIV in der Provinz Yunnan in ihnen ähnliche Hauptketten einfügen. Wenn kein eigenes Wachstumspotential dafür vorhanden war, sollten auch Furin-Spaltstellen durch Insertion in die S1/S2-Region[43][44] der Spike-Proteine eingefügt werden. Die so gewonnenen Virus-Chimären sollten dann in Tierversuchen an humanisierten Mäusen für menschliche ACE2-Rezeptoren andockfähig und somit für Menschen hochansteckend gemacht werden. Parallel sollten Impfstoffe für die neu geschaffenen Virus-Chimären entwickelt werden. Ziel war es demnach, das chinesische Militär bei einem möglichen Höhleneinsatz in der Provinz Yunnan vor Infektionen zu schützen, indem Fledermäuse immunisiert werden.[45][1][46][47]

Zu den im Antrag genannten Kooperationspartnern gehörte auch Ralph Baric von der University of North Carolina at Chapel Hill, der seit 2005 über Expertise verfügte, um durch serielle Infektionen von transgenen Mäusen mit menschenähnlichen Lungen artfremde Coronaviren schnell an die neuen Wirte anzupassen.[48] Sein weiterer Forschungsschwerpunkt war die gentechnische Zusammensetzung der Eigenschaften verschiedener Coronaviren, um für Menschen ansteckendere Linien zu entwickeln.[49][14][50] Zu den weiteren Vorarbeiten zählte eine am WIV durchgeführte Doktorarbeit aus dem Jahre 2017, welche eine Methode entwickelte, bei Sars-ähnlichen Fledermaus-Coronaviren das S-Gen, welches das Spike-Protein codiert, so auszutauschen, dass keine Spuren des gentechnischen Eingriffes zurückbleiben.[51][40]

Zibetkatze in Käfighaltung

Kommentierte Entwürfe des DEFUSE-Antrages, die 2024 geleakt und veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich die Antragsteller darüber bewusst gewesen waren, dass diese Forschung eine Pandemie auslösen könnte.[39] Zudem belegen die Dokumente, dass die Forschungsgruppe aus Wuhan aus Kostengründen geplant hatte, die Experimente an Labormäusen ohne Beachtung der internationalen Standards unter Biosafety-Level-2-Bedingungen (BSL-2) durchzuführen. Dabei sind für den Atemschutz lediglich OP-Masken vorgesehen.[52] Es besteht das Problem, dass die Labormäuse bei den Experimenten virushaltige Aerosole freisetzen, die sich in Innenräumen überall verbreiten.[53]

Zwei transgene Mäuse (GFP-exprimiert), in der Mitte eine Wildmaus, unter Neonlicht

Laut diesen Entwürfen des Antrages sollten durch gezielte Rekombination im Tierversuch Fledermausviren chimärische Spikeproteine eingefügt werden, die an ACE2-Rezeptoren in Atmungsorganen von Menschen und Zibetkatzen andocken können.[54] Laut einer Stellungnahme von Shi Zhengli gegenüber Science vom Juli 2020 führte ihre Gruppe von Ende 2018 bis Ende 2019 in Wuhan ein Projekt durch, um in lebenden humanisierten (transgenen) Labormäusen (mit exprimierten ACE2-Rezeptoren) und in Zibetkatzen SARS-ähnliche Fledermaus-Coronaviren auf ihre Andockfähigkeit an menschliche ACE2-Rezeptoren gentechnisch zu optimieren. Die Publikationen dazu sollten eigentlich in Kürze folgen.[55]

US-amerikanische Kooperationspartner sagten gegenüber der Times of London aus, dass diese Forschungen das Einfügen einer Furin-Spaltstelle in die Sarscororonaviren beinhalteten.

“The investigators spoke to two researchers working at a US laboratory who were collaborating with the Wuhan institute at the time of the outbreak. They said the Wuhan scientists had inserted furin cleavage sites into viruses in 2019 in exactly the way proposed in Daszak’s failed funding application to Darpa.”[56]

Laut dem gleichen Zeitungsbericht vom 10. Juni 2023 liegen auch Hinweise vor, dass in diesem Zusammenhang humanisierte Labormäuse mit RaTG13 und einem ähnlichen Pathogen aus der Mine in Yunnan – wie im Antrag beschrieben[57] – seriell infiziert wurden. Dabei wird jeweils die gefährlichste Linie für die weitere Infektionskette ausgesucht. Statt in einer mehrjährigen natürlichen Entwicklung könne durch diesen Prozess in einigen Wochen oder Monaten ein neuartiges Virus hervorgebracht werden.

Diesem Zeitungsbericht der Times war die Veröffentlichung eines Factsheets geheimdienstlicher Ergebnisse durch das US-Außenministerium vorausgegangen, das ebenfalls behauptete, dass am WIV mit RaTG13 seit 2016 experimentiert worden sei, jedoch ohne Quellen zu nennen.[41][1] Das Arbeitsprogramm des DEFUSE-Forschungsantrags sah vor, dass (neben neuen Stämmen aus Feldstudien) „mehr als 180 einzigartige Sarscoronaviren“ (>180 unique SARSr-CoVs), die in den letzten 14 Jahren am WIV sequenziert worden waren, in den Tierversuchen untersucht werden sollten, darunter vor allem die Proben, die das WIV zwischen 2011 und 2015 in Yunnan aus Fledermauskot in Höhlen nahe von Kunming gesammelt hatte.[58][59] Während dieser Probensammlung in Yunnan war neben den zu verwendenden Hauptketten auch RaTG13 (RaBtCoV/4991) aus der weiter entfernten Mojiang-Mine, welche die Arbeitsgruppe 2012 und 2013 aufsuchte, entnommen und als „neuer Virusstamm“ (new strain) identifiziert worden.[60]

Aus diesen Tierversuchen sollten laut Antrag Messreihen für Computermodellierungen erstellt werden.[61] Nach Berichten der Zeit und der Süddeutschen Zeitung von 2025 soll der Bundesnachrichtendienst spätestens 2020 über abgefangene Messreihen und Daten zu Tierversuchen am WIV und somit über Informationen verfügt haben, die sich mit den öffentlich einsehbaren Dokumenten verbinden lassen.[62][63]

Nach US-amerikanischen Geheimdienstinformationen führte im gleichen Zeitraum eine weitere Forschungsgruppe in Wuhan ein ähnliches Studiendesign an gefährlicheren MERS-Viren durch.[64]

Biosicherheit am WIV

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diplomaten des State Departement warnten bereits 2018 vor Sicherheitsmängeln am WIV, was dazu führte, dass zwei US-amerikanische Wissenschaftsdiplomaten das Institut besuchten. In diplomatischen Dokumenten wurde spezifisch vor gefährlichen Forschungen an von Fledermäusen stammenden Coronaviren gewarnt.[65]

Gegen Ende 2019 soll es zu einigen ungewöhnlichen Vorfällen in dem Institut gekommen sein. In der Nacht zum 12. September 2019 wurde die gesamte Virendatenbank des Instituts offline genommen.[66] Im November 2019 sollen laut US-Geheimdienstinformationen drei Forscher des Instituts nach einer Erkrankung mit COVID-19-ähnlichen Symptomen im Krankenhaus behandelt worden sein.[15] Auf denselben Monat gehen auch die ersten US-Berichte über eine Gesundheitskrise in Wuhan zurück.[67] Eine von Kritikern in sozialen Netzwerken Chinas als Patientin Zero kolportierte Forscherin des Instituts verschwand, ihre sozialen Netzwerkaktivitäten und ihre Darstellung auf der Institutswebsite wurden als einzige unter den ehemaligen Angestellten gelöscht. In der Folge verschwanden auch Bürgerjournalisten, die versucht hatten, unabhängig aus Wuhan zu berichten.[68]

Der Zwischenbericht eines Kongressausschusses des US-Senats (United States Senate Committee on Health, Education, Labor, and Pensions) fand Hinweise auf einen möglichen Laborvorfall und darauf gerichtete Gegenmaßnahmen im Herbst 2019. Die Dokumente wurden zusätzlich von dem investigativjournalistischen Nachrichtendienst ProPublica in Zusammenarbeit mit VanityFair ausgewertet.[69][70] Allerdings wurden die Übersetzungen aus dem Chinesischen und die Deutungen des „Parteisprech“ in der Berichterstattung durch die Medien teils als mehrdeutig beschrieben.[71]

Demnach zeigen chinesischsprachige Berichte im Intranet des WIV menschenunwürdige Arbeitsbedingungen unter hohem Publikationsdruck. Am 16. September habe das WIV ein Gutachten zur Generalüberholung der zentralen Lüftungsanlage angefordert, um zu verhindern, dass künftig kontaminierte Luft aus Versuchsräumen in andere Teile des Gebäudes entweiche. Am 12. November 2019 seien in Reaktion auf die vorausgegangene Freisetzung eines Pathogens am WIV durch die Parteiführung in Peking umfangreiche Schulungsmaßnahmen angeordnet worden, welche die Biosicherheit am Labor grundlegend ändern sollten. Diese wurden am 19. November durchgeführt. Zusätzlich wurden spezielle Luftreiniger bestellt, die mögliche Pathogene in Aerosolen verbrennen können, sowie ein Patent zur Erkennung von mangelhaften HEPA-Filtern angemeldet, welche dazu dienen, die bei Tierversuchen durch Ausatmung und Ausscheidungen entstehenden Aerosole unschädlich zu machen.[72][73]

Als offiziell vermutetes Zentrum der ersten Infektionen wurde am 1. Januar 2020 der Huanan Seafood Market geschlossen.[74] Am 2. Dezember 2019, 11 Tage vor dem ersten von China gemeldeten Covid-19-Erkrankungsfall mit Kontakt zum Huanan Seafood Market, war das WHCDC in unmittelbare Nähe zu diesem Markt verlegt worden.[3] Die Nähe des Instituts zum Markt sorgte schon früh für Spekulationen, zumal sich mehrere frühe Infektionsfälle auf menschliche Übertragung in dort befindlichen Kantinen, Mah-Jongg-Räumen und Toiletten zurückführen lassen.[75] Shi Zhengli, Gruppenleiterin am WIV, wies diese scharf zurück und verkündete: „Das neuartige Coronavirus 2019 ist die Natur, die die Menschheit dafür bestraft, unzivilisierte Lebensgewohnheiten beizubehalten. Ich, Shi Zhengli, schwöre bei meinem Leben, dass es nichts mit unserem Labor zu tun hat.“[76]

Auch der angebliche COVID-19-Ausbruch am WIV bereits im November 2019 wurde dementiert. Einer der WIV-Mitarbeiter mit Covid-ähnlichen Symptomen verwies nach der Berichterstattung von 2021 schließlich darauf, dass dort bereits im März 2020 die betroffenen Mitarbeiter mit negativem Ergebnis auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 getestet worden waren.[77]

Eigenschaften von SARS-CoV-2

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2020 wurde die Furin-Spaltstelle als Auffälligkeit gesehen, da sie bei SARS-CoV und den anderen bekannten Sarbecoviren nicht vorkommt.[78] Ende 2020 wurde eingewendet, dass einige andere Coronaviren im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte mehrmals unabhängig voneinander solche Furin-Spaltstellen entwickelten, so dass der Befund nicht zwingend für eine künstliche Einfügung spreche, da die Furin-Spaltstellen auch auf natürlichem Wege entstanden sein könnten.[79][80]

Phylogenetischer Baum von SARS-CoV-2 und eng verwandten Betacoronaviren (links) und ihr geografischer Kontext (rechts)

Boni et al. kamen 2020 zu dem Ergebnis, dass das für die Bindung an humanes ACE2 relevante Rezeptorbindungsmotiv von SARS-CoV-2 wahrscheinlich ein ancestrales, mit Fledermausviren geteiltes Merkmal ist und nicht erst kürzlich durch Rekombination erworben wurde. Ihre phylogenetischen Datierungen deuteten darauf hin, dass die evolutionäre Linie, aus der SARS-CoV-2 hervorging, bereits seit Jahrzehnten unentdeckt in Fledermäusen zirkuliert haben müsste.[81]

Bis Ende 2021 wurden dann aber bereits über 80.000 Proben von Wildtieren (darunter 17.000 von Fledermäusen[82]) in China entnommen, und zwar – ganz anders als bei vergleichbaren früheren Ausbrüchen – ohne irgendeinen Hinweis auf einen direkten Vorgänger zu liefern.[83][84] Mit RaTG13 verwandte Funde aus dem an die chinesische Provinz Yunnan grenzenden Laos (wie BANAL-52, BANAL-103 und BANAL-236) weisen zudem keine Furin-Spaltstelle auf.[85]

Verschiedene genetische und funktionelle Eigenschaften von SARS-CoV-2 wurden als mögliche Indizien für einen Laborursprung diskutiert.[30] Für Befürworter eines Laborunfalls, wie Alina Chan, sei das Virus bereits „vorangepasst“ an den Menschen gewesen, als es Ende 2019 erstmals entdeckt wurde.[86][16]

Nach Chans Darstellung habe SARS-CoV-2 gegenüber anderen Coronaviren wie SARS-CoV bereits zu Beginn des bekannten Ausbruchsgeschehens Menschen sehr effizient infizieren können; sie wertete dies als möglichen Hinweis auf eine vorausgegangene Anpassung des Virus unter Laborbedingungen.[87] Als Gegenargument wurde vorgebracht, dass SARS-CoV-2 eine ganze Reihe von Wirten befallen kann. So wurden große Ausbrüche bei Nerzen mit Rückübertragung auf den Menschen dokumentiert, was gegen eine spezifische Optimierung auf menschliche Wirte spreche.[25]

SARS-CoV-2 mit Spike-Protein

Im November 2020 veröffentlichten Rossana Segreto und Yuri Deigin in der Zeitschrift BioEssays eine Untersuchung, in der sie postulierten, SARS-CoV-2 könne durch Kombination eines Fledermaus-Coronavirus-Genoms (ähnlich RaTG13) mit der Rezeptorbindungsdomäne (RBD) eines Pangolin-Coronavirus im Labor entstanden sein. Als Argumente dafür wurden u. a. Auffälligkeiten an der Furin-Spaltstelle im Spike-Protein des Virus sowie seine außergewöhnlich gute Bindung an ACE2-Rezeptoren genannt.[26]

In einer Gegendarstellung in derselben Zeitschrift wurde allerdings darauf verwiesen, dass eine derartige Kombination von Pangolin- und Fledermaus-Coronaviren auch in der Natur entstanden sein könnte.[88]

Deigin und Segreto veröffentlichten daraufhin eine Studie, in der sie die Besonderheit der 12-Nukleotid-Insertion an der S1/S2-Grenze unter den Sarbecoviren betonten; diese Insertion codiert die vier Aminosäuren PRRA und trägt zur Entstehung der polybasischen Furin-Spaltstelle bei.[89] Diese Kontroverse wurde von beiden Seiten weitergeführt.[27]

In Teilen der für die Rezeptorbindung relevanten RBD-codierenden Region ist die Sequenzidentität zwischen RaTG13 und SARS-CoV-2 deutlich geringer als im Gesamtgenom; in einem Abschnitt dieser Region fällt der Anteil identischer Nukleotide auf etwa 70 %, während er über große Teile des Genoms bei mehr als 96 % liegt. Aufgrund der unterschiedlichen Verwandtschaftsmuster einzelner Genomabschnitte wurde früh die Hypothese diskutiert, SARS-CoV-2 könne durch Rekombination zwischen Vorläufern von Fledermaus- und Pangolin-Coronaviren entstanden sein.[90] Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die bekannten Pangolin-Coronaviren trotz hoher Ähnlichkeit in Teilen der RBD insgesamt zu weit von SARS-CoV-2 entfernt sind, um als dessen unmittelbare virale Vorläufer gelten zu können; auch eine Rolle von Pangolinen als Zwischenwirt blieb daher ungesichert.[91]

Matyášek und Kovařík fanden, dass 682 von 1.136 Einzelnukleotid-Unterschieden (60 %) zwischen RaTG13 und SARS-CoV-2 auf C>U- beziehungsweise U>C-Substitutionen entfielen. Sie interpretierten diese starke Substitutionsverzerrung als möglichen Hinweis auf wirtsabhängige Adaptationsprozesse und stellten die Hypothese auf, SARS-CoV-2 könne nach dem Übergang vom Tier über einen längeren Zeitraum im Menschen evolviert sein, bevor die ersten Sequenzen veröffentlicht wurden.[92]

Die Furin-Spaltstelle von SARS-CoV-2 enthält zwei unmittelbar aufeinanderfolgende CGG-Codons, die jeweils für Arginin codieren. Der Nobelpreisträger David Baltimore bezeichnete diese Besonderheit 2021 zunächst als smoking gun und als starkes Argument gegen einen natürlichen Ursprung, nachdem darauf hingewiesen worden war, dass CGG in Coronaviren vergleichsweise selten ist, bei der künstlichen Synthese und Codonoptimierung jedoch verwendet werden kann.[93] Baltimore relativierte diese Aussage kurz darauf und erklärte, die Bezeichnung smoking gun sei zu stark gewesen; aus der Sequenz allein lasse sich nicht entscheiden, ob die Spaltstelle natürlich entstanden oder durch molekulare Manipulation eingefügt worden sei.[94] Gegen eine Interpretation des CGG-CGG-Paares als Hinweis auf gezielte genetische Manipulation wurde eingewendet, dass CGG zwar ein selten verwendetes Arginin-Codon bei Coronaviren ist, einzelne CGG-Codons jedoch auch bei SARS-CoV und anderen humanen Coronaviren vorkommen. Eine Analyse von mehr als 2,3 Millionen SARS-CoV-2-Genomen ergab zudem, dass die beiden CGG-Codons an der Furin-Spaltstelle zu mehr als 99,8 % konserviert waren, was auf einen starken funktionellen Selektionsdruck hindeutet.[25]

Das Spikeprotein von SARS-CoV-2 besitzt an der Grenze zwischen seinen Untereinheiten S1 und S2 eine polybasische, durch Furin spaltbare Sequenz. Die Spaltung an dieser Stelle begünstigt die Infektion von TMPRSS2-exprimierenden menschlichen Atemwegsepithelzellen und ist ein wichtiger Faktor für die effiziente Übertragung des Virus.[95] Eine entsprechende polybasische Furin-Spaltstelle an der S1/S2-Grenze fehlt bei SARS-CoV und den anderen bekannten Sarbecoviren.[96] Furin- beziehungsweise Furin-ähnliche S1/S2-Spaltmotive kommen jedoch natürlicherweise bei anderen Coronaviren vor, darunter MERS-CoV, HCoV-HKU1 und HCoV-OC43.[97][44] Bei MERS-CoV ist das entsprechende R-X-X-R-Motiv allerdings keine mit SARS-CoV-2 vergleichbar effiziente Furin-Spaltstelle: In biochemischen Versuchen wurde das SARS-CoV-2-S1/S2-Motiv sehr effizient, das entsprechende MERS-CoV-Motiv dagegen nur mit sehr geringer Effizienz durch Furin gespalten.[98]

Bei der Besonderheit handelt es sich um eine für die bislang bekannten Sarbecoviren ungewöhnliche 12-Nukleotid-Insertion an der S1/S2-Grenze. Hao et al. werteten die PRRA-Insertion 2022 als untypisch für eine gezielte künstliche Erzeugung. Nach Darstellung der Autoren werden experimentell erzeugte Furin-Spaltstellen vorzugsweise durch Substitution statt durch Insertion hergestellt und beruhen typischerweise auf einem kanonischen R-X-[R/K]-R-Motiv, von dem die PRRA-Insertion von SARS-CoV-2 abweicht. Es gebe daher keinen Grund, die Furinspaltstelle auf diese atypische Weise zu erzeugen. Allerdings könne dieser Befund einen künstlichen Ursprung nicht vollständig ausschließen. Die Autoren hielten es zwar für möglich, dass ein Laborunfall auf serielle Infektionen in Tierversuchen zurückgehen könnte, schlugen aber vor, alle fortschrittlichen Biolabore weltweit mit gleicher Aufmerksamkeit zu untersuchen.[99]

In einer in Nature Communications veröffentlichten Studie einer Forschungsgruppe der Universität Ulm führte die Mutation T403R im Spikeprotein von RaTG13 zu einer stärkeren Bindung an humanes ACE2 und ermöglichte VSV-Pseudopartikeln, die das mutierte RaTG13-Spikeprotein trugen, den Eintritt in menschliche Lungenzellen und intestinale Organoide.[100]

Ambati et al. berichteten, dass eine 19 Nukleotide lange Sequenz von SARS-CoV-2, welche die 12-Nukleotid-PRRA-Insertion umfasst, bei einem BLAST-Datenbankabgleich vollständig mit dem Reverse-Komplement einer codonoptimierten MSH3-Sequenz aus einem 2016 von Moderna angemeldeten Patent zur Krebstherapie übereinstimmte.[101] Dubuy und Lachuer kritisierten die von Ambati et al. angegebene Zufallswahrscheinlichkeit und errechneten unter korrigierten Annahmen einen Wert von 0,0037; unter Annahme einer wesentlich größeren Datenbank patentierter Sequenzen könne die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Übereinstimmung bis auf 68 % steigen.[102][103] Hinsichtlich eines unbeabsichtigten Laborbunfalls verwiesen sie dagegen darauf, dass für eine abschließende Bewertung wesentliche Informationen nicht zur Verfügung gestellt worden seien.

A. Lisewski stellte 2024 die Hypothese auf, die polyfunktionale S1/S2-Domäne des im Labor erzeugten, mausadaptierten MERS-Coronavirus MA30 könne als molekulare Vorlage für die Furin-Spaltstelle von SARS-CoV-2 gedient haben. Er verwies insbesondere auf die Ähnlichkeit des RRVR-Motivs von MERS-MA30 mit dem RRAR-Motiv von SARS-CoV-2.[104] Sarah M. Metzger, Terry C. Jones, Christian Drosten und weitere Autoren überprüften diesen möglichen Zusammenhang anhand von mehr als 17 Millionen SARS-CoV-2-Genomen und experimentell erzeugten RRVR-Varianten.[105] Sie fanden keine Hinweise darauf, dass RRVR eine Vorstufe von RRAR war oder sich zu RRAR entwickelte. Die Untersuchung betraf diese konkrete MERS-MA30-Hypothese, nicht die Laborunfallhypothese insgesamt, zu der Drosten 2026 nach der Veröffentlichung erklärte: „Man muss sich dafür offenhalten, auch wenn es keine Belege dafür gibt, die überprüfbar sind.“[106]

Die Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens (SAGO) der WHO sieht mit Stand 2026 keine Beweise dafür, dass die Genomstruktur von Sars-CoV-2 mit höherer Wahrscheinlichkeit auf einen menschlichen Eingriff im Labor zurückgeht als auf natürliche Evolution. Auch das Vorhandensein der Furin-Spaltstelle bestätige nicht den Laborursprung.[47]

Unregelmäßigkeiten bei den frühen Fallmeldungen aus China

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mitteilung der Wuhan Municipal Health Commission über ungeklärte Lungenentzündungen vom 30. Dezember 2019 auf Weibo mit Maulkorbverordnung auf S. 2

China hat die ersten laborbestätigten Fälle und die Verdachtsfälle von Covid, die es an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet hat, ausschließlich selbst ausgewählt. China gab dabei an, diese Auswahl aufgrund der klinischen Symptomatik, teils auch aufgrund von nachträglichen Tests, getroffen zu haben.[107]

Diese Auswahl wurde kritisiert. Chinesische Wissenschaftler veröffentlichten in der Fachzeitschrift The Lancet[108] im Januar 2020 erstmals Covidfälle, darunter einen laborbestätigten Fall vom 1. Dezember 2019 (gerechnet ab dem Symptombeginn), der keinen Kontakt zum Markt gehabt hatte und später nirgendwo mehr auftauchte. Die South China Morning Post[109] berichtete unter Berufung auf geleakte Regierungsdaten aus China von neun bestätigten Fällen bereits ab dem 17. November, von denen keiner der Indexpatient war.

Yu Chuanhua von der Universität Wuhan sagte im Februar 2020 in einem Interview gegenüber der chinesischen medizinischen Fachzeitung Health Times, dass von ihm eingesehene Unterlagen zwei bestätigte Fälle aus dem November sowie einen Verdachtsfall von Ende September zeigten. Um die gleiche Zeit untersagte das Chinese Center for Disease Control and Prevention (CDC) die Weitergabe von Informationen zu der Pandemie ohne seine Genehmigung. Yu Chuanhua zog daraufhin seine Aussage zurück, dass die Fälle bestätigt waren. Der Staatsrat der Volksrepublik China ordnete an, dass alle Veröffentlichungen zu COVID-19 seiner Genehmigung bedürfen, um sicherzustellen, dass sie „wie Züge in einem Schachspiel“ untereinander abgestimmt sind. An die WHO wurden nur Fälle mit Symptombeginn ab dem 8. Dezember gemeldet.[110]

Besucher von China berichteten ebenfalls von frühen Erkrankungsfällen. Ein britischer Austauschlehrer in Wuhan sagte, dass er im Dezember 2019 positiv auf das Coronavirus getestet wurde und seit Ende November Erkältungs-, seit Anfang Dezember Grippesymptome hatte.[111] Einige hundert Teilnehmer an den Sommer-Militärweltspielen in Wuhan von Ende Oktober 2019 aus den USA und aus Europa berichteten nach ihrer Heimkehr von Covid-ähnlichen Symptomen.[112] Sechs von 138 Teilnehmern aus Spanien, die mehrere Monate später spezifische Covid-Antikörpertests beantragt hatten, wurden dabei positiv getestet.[113]

China hat durch die Anwendung von Falldefinitionen eine Vorauswahl unter den frühen Covidfällen getroffen. Die erste Veröffentlichung dieser Fälle in The Lancet, die mit Ausnahme des oben erwähnten Falles vom 1. Dezember 2019 an die WHO gemeldet wurden, beruht auf einer Vorauswahl der Wuhan Municipal Health Commission (WHC) vom 30. Dezember. Diese Kommission suchte in den städtischen Krankenhäusern nach Patienten mit Lungenentzündung ungeklärter Ursache und überwies sie in die Jinyintan-Infektionsklinik.[114]

Laut Informationen der Washington Post setzten die dabei angewendeten Falldefinitionen Kontakt zum Huanan Seafood Market oder ähnliche Exposition voraus, die auch den übrigen städtischen Krankenhäusern und der Einrichtung zur Genomsequenzierung, welche die Fälle bestätigen konnte, vorgeschrieben wurden. Die Krankenhäuser durften selbst dann Verdachtsfälle nicht melden, wenn ihr eigenes Personal sich infiziert hatte. Ärzte, die auch andere dringende Verdachtsfälle oder sogar die Möglichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch melden wollten, wurden zurechtgewiesen und zum Schweigen gebracht.[115] Die Proben für die in Nature veröffentlichten Sequenzierungen wurden alle in der Jinyintan-Klinik entnommen, in welche die ausgesuchten Patienten verlegt worden waren.[116]

Polizei am Flughafen von Wuhan am 23. Januar 2020

Ein leitender Arzt eines städtischen Krankenhauses sagte Anfang Januar gegenüber der investigativjournalistischen chinesischen Mediengruppe Caixin aus, dass auf Anweisung der Kommission von den schwer erkrankten Verdachtspatienten, die in der Intensivstation isoliert werden mussten, nur solche getestet wurden, welche die Falldefinition erfüllten. Der Arzt warnte die Kommission davor, dass aufgrund der Falldefinition Verdachtsfälle nach Hause geschickt werden und dort andere infizieren könnten. Das Interview wurde gelöscht, ist aber in der Straits Times in Übersetzung erschienen.[117]

Infrarotkamera zur Bestimmung der Körpertemperatur am Bahnhof von Wuhan (24. Januar 2020)

Die erste Anfrage an die WHO, ob die neue Erkrankung sich von Mensch zu Mensch übertrage, ging am 31. Dezember von Taiwan ein, das geheimdienstliche Informationen über den Ausbruch hatte. China hatte dies zunächst verneint und erklärte erst am 20. Januar im nationalen Fernsehen, dass sich das neuartige Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen kann.[118] Geleakte Regierungsdaten zeigen, dass China noch Anfang Februar einen Großteil der aktuellen Infektionsfälle nicht veröffentlichte und dass viel Zeit bis zu den Tests verging.[119][120]

Taiwan wurde über den Ausbruch der Pandemie nicht von der WHO informiert, aber zusammen mit China auf die Länder-Quarantäneliste gesetzt, da China dessen Unabhängigkeit nicht anerkennt. Am 28. Januar 2020 empfing der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, kritisierte westliche Länder für ihre Forderung nach Aufklärung und lobte die Transparenz Chinas, während in China Bürger für Aussagen zu der Pandemie in sozialen Netzwerken verhaftet wurden. Tedros hatte als Gesundheitsminister Äthiopiens wiederholt Choleraausbrüche vertuscht und war bei seiner Wahl als Generaldirektor der WHO 2017 von China unterstützt worden, nachdem noch sein Vorgänger China bei der SARS-Pandemie 2002/2003 Vertuschung vorgeworfen hatte. Die Zahlungen an die WHO hatte China um 52 % erhöht.[121][122]

China bestätigte im Mai 2020 offiziell, dass es bereits zu Beginn der Pandemie die Proben von unautorisierten Laboren hatte vernichten lassen.[123] Laut einem Bericht aus Japan drohte die Kommunistische Partei im Spätsommer 2020 Ärzten aus Wuhan, die Informationen über den Beginn des Ausbruchs weitergeben, eine Verurteilung wegen Spionage an, für die in China die Todesstrafe verhängt werden kann.[124] Der Aufforderung durch die WHO, Zugang zu 508 Genomsequenzen zu gewähren, die von Patienten im Januar und Februar 2020 stammten und in eine interne Datenbank hochgeladen worden waren, kam China nicht nach.[125]

Desinfektionsarbeiten am Eingang zum Huanan-Fischmarkt am 4. März 2020

Die von China an die WHO gemeldeten und geographisch verorteten Fälle waren die Datenbasis für die von Michael Worobey, Jonathan Pekar und Kollegen 2022 in Science veröffentlichte entscheidende Studie, welche den Huanan Seafood Market als Epizentrum der Pandemie festlegte. Die Autoren gingen davon aus, dass die frühen Fälle mit Hospitalisierung in der Zeit vom 18. bis zum 29. Dezember 2019 keiner Vorauswahl oder Meldeverzerrung unterlagen, und kamen zu dem Ergebnis, dass 55 von 168 Fällen aus Wuhan eine Verbindung zu dem Markt hatten. Die Auswertung von Meldungen auf dem chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo von Januar und Februar 2020 ergab im Unterschied zu den frühen Fällen einen Schwerpunkt im Zentrum von Wuhan, abseits des Fischmarktes, und eine Verteilung über die Stadt. Aber auch die Fälle im Dezember, die keinen direkten Kontakt zum Fischmarkt hatten, seien meist in relativer räumlicher Nähe zu verorten gewesen.[126][114]

Darauf aufbauend kam eine Überblicksarbeit von Edward Holmes, Koautor dieser früheren Studien, zu dem Schluss, dass die „zur Verfügung stehenden Daten“ (available data) klar für eine natürliche Zoonose auf dem Huanan-Fischmarkt oder in enger Verbindung zu dem Markt sprächen. Als weitere wichtige Gründe führte Holmes phylogenetische Analysen sowie Arbeiten zu der molekularen Uhr des Virus an.[127]

Dabei hatte China 100 getestete und laborbestätigte Fälle an die WHO gemeldet und zusätzlich 74 Fälle, die nicht getestet wurden, aber den Falldefinitionen entsprachen. In insgesamt 168 Fällen lagen Informationen zu vorausgegangenen Kontakten vor. Neben Kontakten zum Fischmarkt waren Kontakte zu anderen Märkten in Wuhan, zu Tierkadavern und zu Fleisch in der Tiefkühlkette des Fischmarktes sowie zu Kontakten zum Fischmarkt die Auswahlkriterien.[128] Es wurde daher eingewendet, dass die Datenbasis limitiert ist und es Hinweise auf eine frühere Verbreitung des Virus gebe.[1]

Laut einer Studie von Steven Massey, Steven Quay und Kollegen wurden in einer weiteren wichtigen Studie zu der Markttheorie mehrere Genomsequenzen, die ihrer Schlussfolgerung widersprachen, zu Unrecht ausgeschlossen, obwohl sie von China veröffentlicht worden waren. Pekar, Worobey und Kollegen hatten nämlich 2022 argumentiert, dass es aufgrund des Vorkommens von zwei Linien des Virus (lineage A und lineage B) auch mindestens zwei verschiedene Spillovers, also zoonotische Übertragungen von Tier auf Mensch, gegeben haben müsse; die erste – und zwar nach dieser Ansicht Linie B – um den 18. November 2019 herum, die zweite etwas später. Damit gingen die Wissenschaftler auf das Problem ein, dass in Proben mit Bezug zum Fischmarkt bis dahin nur die spätere Linie B gefunden worden war, die früher[129] zirkulierende Linie A dagegen nur bei frühen Fällen, die keinen Kontakt zum Fischmarkt hatten,[130] was bedeutete, dass die Fälle vom Fischmarkt nicht die frühesten gewesen sein können. Pekar, Worobey und Kollegen hatten demnach 20 Genome, die Übergänge zwischen Linie A und Linie B aufweisen und somit für eine längere Evolution in der Übertragung von Mensch zu Mensch sprechen, mit der Begründung aussortiert, dass diese Genomsequenzen auf Verunreinigung im Labor zurückzuführen seien. Weitere 14 Genomsequenzen mit möglichen Übergängen zwischen Linie A und B hätten sie darüber hinaus gar nicht für ihre Studie berücksichtigt.[131]

Steven Quay, der auch den Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses zum Pandemieursprung (Select Subcommittee) beraten hat,[132] veröffentlichte außerdem einen Preprint auf Zenodo mit Auszügen einer Datenbank von Genomsequenzen vom 10. Dezember 2019, welche ein unveröffentlichtes Cluster von vier Covid-Fällen im Militärkrankenhaus nahe des Wuhan Institute of Virology anzeigen und zudem Linie A darstellen sollen.[133]

Auch laut einer Auswertung von SARS-CoV-2-Proben aus der Frühphase der Pandemie durch Jesse Bloom (2021) waren die Genomsequenzen vom Fischmarkt bereits weiter von dem Ursprungstyp entfernt als solche von anderswo, einschließlich einiger Daten, die bis Anfang Februar 2020 in chinesische Datenbanken gestellt und später gelöscht worden waren. Das Virus müsste demnach also bereits ein paar Monate vor Dezember unter Menschen zirkuliert sein.[134] Die vorerst abschließende Studie zur Markttheorie mit Co-Autoren Pekar, Worobey und Kollegen von September 2024 wies auf einen nachträglich entdeckten Fund von Linie A in einer Umweltprobe aus dem Fischmarkt hin, die sich allerdings bereits durch zwei Mutationen von der Linie-A-Wurzel unterschied.[135] Eine kurz zuvor erschienene Studie hatte dagegen noch eingewendet, dass dieser Genomfund von schlechter Qualität und aus zusammenhanglosen Bruchstücken zusammengesetzt sei.[136]

Laut WHO haben die chinesischen Behörden 457 Proben von 188 individuellen Tieren, einschließlich streunender Hunde und Katzen, in Verbindung mit dem Fischmarkt genommen (sechs davon von anderen Märkten) sowie 616 Tiere von Zulieferbetrieben getestet.[137] Die Ergebnisse waren negativ.[138] Laut Holmes wurden allerdings nur wenige lebende Tiere getestet und darunter keine, die als Wirte von SARS-CoV-2 plausibel waren.[127]

Wurde als Zwischenwirt verdächtigt: Marderhund

Im März 2023 kamen DNA-Proben vom Fischmarkt in Wuhan ans Licht, die tierisches Genmaterial vom Marderhund und anderen Tieren enthielten, die als Zwischenwirte in Frage kamen. Erneut wurde hierbei die Intransparenz der chinesischen Behörden kritisiert, da diese Erkenntnis erst nach drei Jahren zufällig ans Licht kam.[139] Die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove kritisierte die fehlende Offenlegung von Daten als „unentschuldbar“. Solange die chinesischen Behörden nicht die Rohdaten für die ersten Fälle zur Verfügung stellen würden, blieben laut Van Kerkhove alle Hypothesen zum Ursprung von COVID-19 „auf dem Tisch“.[140]

Das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention hatte die neuen Daten als ungeprüften Preprint im Februar 2022 im Internet hochgeladen. Ein Autorenteam, darunter Pekar und Worobey, erhielt keinen Zugang zu den Daten, konnte jedoch die kurzzeitig verfügbaren Daten mit einer neuen Methode analysieren.[141] Dieser Preprint von Februar 2022 war aufgrund von Sequenzierungen zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die positiven Umweltproben sehr wahrscheinlich auf menschliche Ausscheidung zurückführen lassen, da sich in diesen Proben sehr überwiegend menschliche RNA fand.[142] Für die endgültige Veröffentlichung im April 2024 führten die chinesischen Behörden noch eine weitere Methode durch, die zu den RNA-Spuren von Marderhunden und anderen Wirbeltieren führte, wobei ganz besonders die Spuren von Marderhunden nach eigenen Angaben auf falsch-positive Befunde zurückgehen können.[136]

Darauf aufbauend veröffentlichte das Autorenteam um Crits-Christoph, Pekar und Worobey im September 2024 eine Studie in der Zeitschrift Cell, welche die bis dahin gefundenen Argumente zu der Markttheorie zusammenfasste. Demnach hatten die chinesischen Behörden nach der Schließung des Marktes Anfang Januar 2020 Proben von Gehegen genommen, zu denen Menschen, die mit Covid infiziert waren, Kontakt gehabt hatten. Anschließend wurden weitere Proben von den Gehegen genommen, in deren Nähe positive Proben entdeckt worden waren. Die frühen Proben gingen wahrscheinlich auf menschliche Ausscheidung zurück; für die späteren konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie von Wildtieren stammten, da sich bei einzelnen zwar Spuren möglicher Zwischenwirte finden ließen, aber in allen auch menschliche DNA oder RNA. Von den möglichen Zwischenwirten kamen die Marderhunde als direkte Überträger auf den Menschen in Frage. Es wurden keine Spuren von Fledermäusen oder Pangolinen (als möglichen direkten Überträgern) gefunden. Nicht gezeigt werden konnte, dass die Marderhunde, von denen DNA/RNA gefunden wurde, aus der Nähe der Provinz Yunnan stammten, wo die SARS-CoV-2 nächstverwandte Linie in China entdeckt worden war, und nicht aus der Nähe von Wuhan. Der Studie zufolge sind die Ergebnisse passend zu einer Entstehung auf dem Markt, wobei die Autoren als neues Ergebnis vor allem auf die Vielfalt der Spuren möglicher Zwischenwirte in einem als Hotspot identifizierten Gehege verwiesen.[143]

Unabhängige Wissenschaftler, die in monatlichen Zählungen der auf dem Fischmarkt angebotenen Wildtiere von Mai 2017 bis November 2019 fast 50.000 individuelle Tiere mit Gattungszugehörigkeit dokumentiert hatten, konnten ebenfalls keine Fledermaus und keinen Pangolin darunter finden.[144] Der erste entdeckte Infektionsfall vom Fischmarkt hatte sich einige dutzend Meter entfernt von dem von Worobey und anderen angenommenen Hotspot ereignet.[145]

Möglicher Wissensvorsprung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelne Forscher hatten möglicherweise einen Wissensvorsprung bei der Entwicklung infektionsmedizinischer Maßnahmen, der ebenfalls darauf hindeutet, dass der Ausbruch intern früher bekannt war als offiziell zugegeben. So schickte ein Team um Shi Zhengli bereits am 25. Januar 2020 ein fertiges Manuskript mit Ergebnissen zur Therapie von Covid mit Remdesivir und Chloroquin an eine Fachzeitschrift.[146] Ein kalifornisches Pharma-Unternehmen mit Zweitsitz in China konnte nach eigener Angabe bereits im November 2019 mit der Entwicklung von Antikörpertests beginnen.[147]

Der chinesische Militärwissenschaftler und Kooperationspartner von Shi Zhengli, Zhou Yusen, legte außerdem bereits im Februar 2020 ein Patent für einen Corona-Impfstoff vor. Nach Informationen US-amerikanischer Ermittler müsste er spätestens im November 2019 mit der Entwicklung begonnen haben. Im Mai erschien dann ein wissenschaftlicher Aufsatz, der hinter seinem Namen als Autor in Klammern die Ergänzung „verstorben“ führte. Es liegen keine offiziellen Informationen zu der Todesursache vor, nach Informationen der Times soll er aber an den Folgen eines Sturzes vom Dach des WIV gestorben sein.[148] Bereits im Juni 2020 begann China als erstes damit, sein Militär mit einem selbstentwickelten Impfstoff zu versorgen.[149] Anfang 2023 wurde der Co-Autor des Patents für den russischen Impfstoff Sputnik V in Moskau mit einem Gürtel erdrosselt.[150]

Einschätzungen und Diskussion

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche und politische Diskussion

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Anfang an war die Diskussion um den Ursprung von COVID-19 kontrovers. So behauptete US-Präsident Donald Trump schon in den Monaten nach dem Ausbruch, das neuartige Virus stamme aus einem Labor, ohne Beweise dafür vorzulegen, und bezeichnete SARS-CoV-2 öffentlich als „China-Virus“ und als „Kung flu“. Kritiker warfen ihm daher vor, Rassismus gegen Asiaten und Verschwörungstheorien zu verbreiten.[151][152][19] Die Laborhypothese wurde in der Frühphase der Pandemie vorwiegend von der rechtskonservativen US-Presse und von Alternativmedien vertreten.[153]

Von der Regierung der Volksrepublik China wurde die Laborhypothese vehement abgestritten. Einige Mitglieder der chinesischen Regierung haben eine Gegenverschwörungstheorie aufgestellt, die behauptete, dass SARS-CoV-2 seinen Ursprung in der amerikanischen Militäreinrichtung Fort Detrick habe.[154] Der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei vertrat ebenfalls die Ansicht, dass die USA das Virus hergestellt hätten.[155] Russische und chinesische Medien verbreiteten zudem das Gerücht, das Virus stamme aus einem US-Labor in der Ukraine oder in Georgien.[156] Gleichzeitig weigerte sich die chinesische Regierung, wichtige Daten zu veröffentlichen, die bei der Aufklärung der Frage nach dem Ursprung der Pandemie hätten helfen können.[151] China reagierte mit Handelssanktionen gegen Australien, nachdem sich das Land für eine unabhängige Untersuchung ausgesprochen hatte.[157]

Im Laufe des Jahres 2021 kam die Laborhypothese zunehmend in den sogenannten Mainstream-Medien an und wurde offener diskutiert.[158][159] Grund dafür war eine Reihe von neuen Berichten, darunter ein Report des Wall Street Journal vom Mai 2021 über Erkrankungen von WIV-Forschern gegen Ende 2019.[160] Im Mai 2021 hob die Plattform Facebook ihr Verbot für die Verbreitung der Laborhypothese auf, welche bis dahin als Falschinformation gegolten hatte.[161]

US-Präsident Joe Biden wies die US-Geheimdienste im Mai 2021 an, innerhalb von 90 Tagen einen Bericht darüber vorzulegen, ob COVID-19 durch den Kontakt eines Menschen mit einem infizierten Tier oder durch ein versehentliches Leck in einem Labor entstanden sei.[162] Im März 2023 wurde in den USA ein Gesetz verabschiedet, welches Geheimdienstinformationen zum Ursprung der Pandemie der Öffentlichkeit zugänglich machte.[163]

Im Dezember 2024 veröffentlichte das House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic des US-Repräsentantenhauses seinen Abschlussbericht, der zu dem Schluss kam, dass das Coronavirus „höchstwahrscheinlich aus einem Labor in Wuhan stammt“.[164] Als Gründe für diese Annahme wurden die biologischen Eigenschaften von SARS-CoV-2, Hinweise auf eine einzige menschliche Einführung von COVID-19 in die menschliche Population, die konkrete Gain-of-function-Forschung an SARS-ähnlichen Coronaviren, die Sicherheitslücken und die möglichen Infektionen von Mitarbeitern am WIV 2019 sowie das Fehlen von klaren Beweisen für eine Zoonose angeführt.[165] Abschließende Beweise wurden dabei jedoch nicht vorgelegt.[166]

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mahnte angesichts nachrichtendienstlicher Erkenntnisse im März 2023, dass sich die Regierung besser auf mögliche zukünftige Pandemien vorbereiten müsse, und zwar insbesondere auf menschengemachte:

„Egal wie es jetzt im konkreten Fall gewesen ist. Es wird immer einfacher möglich werden, Viren so zu manipulieren, auch andere Erreger, dass sie für Menschen gefährlich sind. Das wird durch künstliche Intelligenz noch beschleunigt. Wir bekommen da auf jeden Fall eine zusätzliche Gefahr. Das ist ganz klar, da müssen wir besser vorbereitet sein.“[167]

China bestreitet, dass am Wuhan Institute of Virology jemals Gain-of-function-Forschung an Coronaviren stattgefunden habe.[168]

Weltgesundheitsorganisation (WHO)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2020 wurde Peter Daszak Leiter einer zwölfköpfigen Task Force der Lancet COVID Commission unter Leitung des Ökonomen Jeffrey Sachs, welche den Ursprung von COVID-19 untersuchen sollte.[169] Nach 10 Monaten wurde die Task Force jedoch von Sachs aufgelöst, der Daszak und weiteren Mitgliedern vorwarf, voreingenommen zu sein.[170] Die Lancet COVID Commission stellte schließlich im September 2022 einen Bericht vor, in dem weder eine natürliche Entstehung von SARS-CoV-2 noch ein Laborunfall ausgeschlossen wurde.[171] Dass der Report auch einen möglichen Ursprung des Virus in einem US-amerikanischen Labor nicht ausschließen wollte und den National Institutes of Health Intransparenz vorwarf, sorgte für Kritik.[172]

Im Januar 2021 wurde eine multinationale Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Wuhan entsandt, um den Ursprung des Virus zu erforschen.[173] China blockierte offenbar wegen fehlender Einreisepapiere zunächst ihre Einreise.[174] An der nach China entsandten Expertenkommission war auch Peter Daszak beteiligt, was aufgrund seiner möglichen Befangenheit für Kritik sorgte.[175] Das Team um Daszak wurde für insgesamt dreieinhalb Stunden in das schwer bewachte WIV eingelassen und durfte den Mitarbeitern Fragen stellen.[176]

Der gemeinsame Bericht der WHO und Chinas vom Februar kam zu dem Ergebnis, dass SARS-CoV-2 wahrscheinlich ursprünglich durch Fledermäuse übertragen worden sei. Ein Laborunfall wurde als „sehr unwahrscheinlich“ (extremely unlikely) eingestuft. Als Gründe wurden genannt, dass zwar das WHCDC am 2. Dezember 2019 in unmittelbare Nähe des Fischmarktes verlegt worden, aber es trotzdem nach eigenen Angaben nicht zu einem Laborunfall gekommen war. Zudem wurde die Möglichkeit einer gentechnischen Herstellung von SARS-CoV-2 nicht berücksichtigt, somit sei es sehr unwahrscheinlich, dass das Virus bereits in der Natur vorkam und als solches im Labor vorrätig war.[177][178]

Leitende Mitglieder der Expertenkommission kritisierten, dass diese Untersuchung von China politisch gelenkt wurde. China habe keinen Zugang zu Rohdaten gewährt, auch nicht zu Krankenakten von frühen Verdachtsfällen, und zudem einseitig durchgesetzt, dass die Möglichkeit eines Imports durch tiefgefrorene Nahrungsmittel ausführlich untersucht wurde. Dass es überhaupt gelang, die Labortheorie zu diskutieren, sei „eine große Leistung“ gewesen.[179][82][180]

Die Vereinigten Staaten, die Europäische Union und 13 weitere Länder kritisierten die von der WHO einberufene Studie und forderten von der chinesischen Regierung Transparenz und Zugang zu den Rohdaten und Originalproben.[181] Im Mai 2021 wurde im Wissenschaftsjournal Science ein Brief von 18 Wissenschaftlern veröffentlicht, in dem dazu aufgerufen wurde, die Ursprünge des Coronavirus korrekt aufzuklären und dazu auch die Möglichkeit des Entstehens im Labor ernsthaft zu prüfen, denn der WHO-Bericht sei unschlüssig und unausgewogen.[182]

Am 15. Juli 2021 erklärte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass die Theorie des Laborlecks von der WHO voreilig verworfen worden sei, und forderte weitere Untersuchungen,[183] was von China allerdings verweigert wurde.[184] Im Juni 2022 veröffentlichte die Scientific Advisory Group for Origins of Novel Pathogens (SAGO) der WHO einen vorläufigen Bericht, in dem sie auf eine nähere Untersuchung der Möglichkeit eines Laborunfalls drängte.[185] Die SAGO-Vorsitzende sagte auf einer Pressekonferenz, dass keine Gewichtung der Szenarien, wie in dem gemeinsamen Bericht der WHO und Chinas, vorgenommen wurde, „aber aktuell die stärksten Hinweise immer noch für eine zoonotische Übertragung sprechen“.[186]

Anfang 2023 gab die WHO ihren ursprünglichen Plan für die entscheidende zweite Phase der Suche nach den Ursprüngen der Pandemie auf. China hatte gegen diese Untersuchung gestimmt mit der Begründung, dass man nicht wollte, dass in der zweiten Phase ein möglicher Laborunfall untersucht würde.[187] In einem im Juni 2025 veröffentlichten Bericht kam SAGO zu dem Ergebnis, dass die Möglichkeit eines Laborunfalls nicht bewertet werden könne, da China die hierfür notwendigen Daten, etwa zur Biosicherheit, zum Gesundheitszustand von Mitarbeitern und zu Forschungen in den betreffenden Laboren, nicht zur Verfügung stelle. Eine Entstehung außerhalb von China könne aber anhand der Daten ausgeschlossen werden, ebenso gebe es keine Hinweise, dass sich SARS-CoV-2 durch Tiefkühlprodukte verbreiten könne.[188]

Die chinesische Regierung veröffentlichte im April 2024 ein White Paper, welches die Untersuchung der WHO in China für abgeschlossen erklärte. Die Regierung kam zu dem Ergebnis, dass COVID durch Tiefkühlprodukte nach China kam, da die Untersuchung des Huanan-Fischmarktes kein Virus in Tierproben finden konnte und die dort gefundenen Virenspuren auf menschliche Ausscheidung zurückgehen. Die chinesische Regierung beschuldigt darin die USA, das Virus in Fort Detrick hergestellt zu haben, mit der Begründung, dass im Juli 2014 in Virginia, eine Autostunde weit entfernt, eine Atemwegserkrankung ungeklärter Ursache in einem Pflegeheim ausgebrochen war und dass es außerdem landesweit Lungenerkrankungen aufgrund des Gebrauchs elektrischer Zigaretten gab.[189][190] Außerdem hätten die Institute in China die vorrätigen Blutproben von September bis Dezember 2019, die auf COVID-spezifische Antikörper reagiert hatten, sämtlich als falsch-positive Befunde identifizieren können,[191] während die USA bei solchen Blutproben von Mitte Dezember nicht ausschließen wollten, dass darunter tatsächliche Infektionsfälle waren.[192]

Die Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens der WHO veröffentlichte im Februar 2026 einen Kommentar, in dem sie Bedenken äußerte, dass der DEFUSE-Antrag bei Bewilligung zu der Entstehung von Sars-CoV-2 geführt haben könnte. Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass die Fledermäuse nicht mit Vektorimpfstoffen, sondern mit rekombinanten Proteinen geimpft werden sollten und daraus kein lebendes Virus entstehen könne.[47] Allerdings sah der Antrag vor Entwicklung des Impfstoffes zunächst vor, die humanisierten Mäuse mit replikationsfähigem chimärem Virus zu infizieren.[193][1]

Wissenschaftler

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studien zum Ursprung des Virus müssen in China einer Prüfung durch die Regierung unterzogen werden. Wissenschaftler dürfen ohne Erlaubnis durch das Wissenschaftsministerium kein Interview zu diesem Thema geben. Die chinesische Regierung vertritt dabei die Auffassung, dass das Coronavirus nicht aus China stamme, und gibt Studien in Auftrag, welche zeigen sollen, dass es in tiefgefrorenen Lebensmitteln nach China eingeführt worden sei. Wissenschaftler der WHO und von außerhalb Chinas schließen sowohl eine Infektion durch Tiefkühlkost als auch ein erstes Auftreten außerhalb Wuhans aus, da es in Wuhan zu einer ernsten Gesundheitskrise mit Lockdown kam, als anderswo noch kein Ausbruch aufgefallen war.[82][194]

In der Frühphase der Pandemie wurde im Februar 2020 in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The Lancet ein gemeinsames Statement von 27 Wissenschaftlern veröffentlicht, das als „Lancet Letter“ (Lancet-Brief) bekannt wurde. Dabei wurde die Behauptung, dass COVID-19 keinen natürlichen Ursprung habe, als „Verschwörungstheorie“ verurteilt, die die globale Zusammenarbeit gegen das Virus gefährden könnte. Als Begründung wurde angeführt, dass China seine Erkenntnisse transparent mit der internationalen Wissenschaftsgemeinde geteilt habe.[195] Dass Peter Daszak federführend hinter dem Lancet Letter stand, sorgte später für Kritik, da er selbst an der Finanzierung von Forschung an Coronaviren in Wuhan beteiligt gewesen war und über Jahre mit Shi Zhengli zusammengearbeitet hatte, was eindeutig einen Interessenkonflikt darstellte.[196] Diesen hatte er ursprünglich verschwiegen, was später von der Fachzeitschrift korrigiert wurde.[197]

Einer der ersten wissenschaftlichen Berichte, die sich mit dem Ursprung von COVID-19 befassten, wurde am 17. März 2020 in Nature Medicine unter dem Titel The Proximal Origin of SARS-CoV-2 online veröffentlicht.[198] Der Bericht kam zu dem Schluss, dass SARS-CoV-2 durch natürliche Evolution entstanden sei und keinerlei Anzeichen für im Labor entstandene Eigenschaften aufweise. Das wichtigste Argument wurde in einem am 29. Januar 2020 online veröffentlichten Artikel mit Ralph Baric als Co-Autor dargelegt.[199] Es besteht darin, dass nur bestimmte Eigenschaften im Spike-Protein für menschliche ACE2-Rezeptoren optimiert sind, während andere für Zibetkatzen optimal sind. Ralph Baric war als Kooperationspartner von Peter Daszak am DEFUSE-Forschungsantrag beteiligt, laut dem die neuartige Virus-Chimäre an ACE2-Rezeptoren von humanisierten Mäusen und Zibetkatzen andocken sollte.

Interne Chats und E-Mails, die durch einen Freedom of Information Act öffentlich wurden, zeigen ein anderes Bild. Demnach haben die Autoren von The Proximal Origin sehr ernsthaft erwogen, dass SARS-CoV-2 durch serielle Infektionen in Zellkulturen oder in Labortieren im WIV angezüchtet worden sein könnte. Insbesondere wurde eine Übereinstimmung von 342 aufeinanderfolgenden Basenpaaren zwischen SARS-CoV-2 und RaTG13 als auffällig angesehen. Der RaTG13-Hauptkette könnte die ebenfalls auffällige spezifische Furin-Spaltstelle eingefügt und das Virus in Experimenten weiterentwickelt worden sein, ohne dass es Anzeichen für im Labor entstandene Eigenschaften aufweise. Die Autoren sahen auch Hinweise darauf, dass die chinesischen Behörden den Datensatz für die ersten Covidfälle mit Kontakt zum Markt vorausgewählt hatten und bereits vor dem ersten Fall am Markt von dem Ausbruch wussten, nahmen diese Hinweise aber nicht in späteren Publikationen zur Markttheorie auf. Die Gründe für die abweichende Darstellung waren demnach Interessenkonflikte, politische Überlegungen, Angst vor den Folgen für sie selbst und die Wissenschaftsgemeinde sowie interner Druck durch Anthony Fauci. In den Folgemonaten erhielten Forschungsgruppen mit Beteiligung von Autoren dieser Studie 82 Millionen US-Dollar in Drittmitteln durch die von Fauci geleitete NIAID.[200][1]

Nach der Veröffentlichung von The Proximal Origin gingen die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen von einem zoonotischen Ursprung von SARS-CoV-2 aus.[9] Einige soziale Netzwerke ließen aufgrund dieser Veröffentlichung Beiträge entfernen, welche die Labortheorie thematisierten.[201] Der WDR schrieb in einem „Faktencheck“, dass die Labortheorie falsch sei, weil der Aufsatz Proximal Origin ausschließe, dass das Coronavirus im Labor gezüchtet oder gentechnisch manipuliert wurde. Dieser Beitrag des WDR ist mittlerweile wieder entfernt worden.[202]

In einer vom Global Catastrophic Risk Institute im Februar 2024 veröffentlichten Expertenbefragung gaben die Teilnehmer für einen natürlichen Ursprung von COVID-19 eine durchschnittliche Wahrscheinlichkeit von 77 % an (Median: 90 %). Vier von fünf Experten gaben an, dass ein natürlicher zoonotischer Ursprung zu mehr als 50 % wahrscheinlich sei. Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Unfall im Zusammenhang mit der Forschung handelt, wurde von den Experten mit 21 % angegeben. Insgesamt gab einer von fünf Teilnehmern eine Wahrscheinlichkeit von 50 % oder mehr für einen anderen Ursprung als eine natürliche Zoonose an. Gleichzeitig gaben nur 12 % der Teilnehmer an, dass keine weiteren Nachforschungen zum Ursprung von COVID-19 nötig seien. Die Fragen des Surveys waren an 1138 Experten verschickt worden, die hauptsächlich in den Feldern Epidemiologie und Virologie tätig waren und von denen 168 an dem Survey teilnahmen.[203]

Von den Teilnehmern dieses Surveys gaben (nur) 22 % an, den DEFUSE-Antrag zu kennen, und 33 % behaupteten fälschlicherweise, dass sie einen zu Prüfzwecken erfundenen Aufsatztitel zum Ursprung der Pandemie in einer Fachzeitschrift gelesen hätten. Außerdem wurde kritisiert, dass die Autoren im Schneeballverfahren weitere Kollegen für das Survey hatten vorschlagen können, die möglicherweise ähnliche Ansichten vertraten.[6]

Während die meisten Forscher die These vertraten, das Virus sei natürlich entstanden, gehörte die kanadische Molekularbiologin Alina Chan zu den führenden Vertretern der Laborhypothese unter Wissenschaftlern. Gemeinsam mit dem britischen Zoologen Matt Ridley veröffentlichte sie im November 2021 das Buch Viral: The Search for the Origin of COVID-19, in dem sie für einen Biounfall plädierten und die Laborhypothese popularisierten.[204][30] In Deutschland gehörte der Physiker Roland Wiesendanger zu den frühen Vertretern der Laborhypothese und veröffentlichte im Februar 2021 auf Researchgate ein Dokument mit dem Titel Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie.[205] Wiesendanger nannte zahlreiche Indizien für seine These, wurde allerdings für seine Quellenauswahl kritisiert.[206] Aufgrund der bekannt gewordenen Informationen zu amerikanisch-chinesischen Gain-of-function-Forschungen trat seit etwa 2022 die Labortheorie teils als gleichwertig in den wissenschaftlichen Diskurs über den Ursprung von Covid.[207][27]

Angesehene Mediziner und Wissenschaftler, welche in den ersten Pandemiejahren Kritik übten an orthodoxen Ansichten zu Covid, einschließlich des natürlichen Ursprungs, gaben in Interviews an, dass sie in vielfältiger Weise Zensur erlebten. Diese Zensur äußerte sich etwas darin, dass sie nicht wie üblich zu Interviews eingeladen wurden, wissenschaftsbezogene Plattformen sie sperren ließen, Veröffentlichungen gegen ihren Willen zurückgezogen wurden und sie zudem teils berufliche Nachteile hinnehmen mussten oder öffentlich diskreditiert wurden.[208]

Hat eine Letalität von 36 %: MERS-Coronavirus

Der Virologe Christian Drosten, der während der COVID-19-Pandemie in Deutschland häufig öffentlich auftrat, gehörte zu den Unterzeichnern des Lancet Letter und gab Mitte 2021 an, nicht an einen Laborunfall zu glauben.[209] Anfang 2022 gab er an, dass er einen Laborunfall nicht ausschließe und nie ausgeschlossen habe: er sei möglich, aber unwahrscheinlich.[210]

Im Januar 2025 sagte Drosten im Interview mit der taz, dass eine Infektion des Menschen am Tier, wie auch bei Sars-1, „wahrscheinlicher“ sei. Denn es passe „eigentlich alles zusammen: Die frühen Infektionen hatten eine räumliche Verbindung zum Markt. […] Auf dem Markt hat man auch die frühen beiden Viruslinien gefunden, von denen die Pandemie ausging. […] Der Mensch hat also mit einiger Wahrscheinlichkeit das Virus mehrmals erworben, und das passt eher zu Infektionen an einer Gruppe von Tieren als im Labor.“ Allerdings bewerte er Daszaks DEFUSE-Forschungsantrag, den er bisher nicht gekannt habe, als „durchaus nicht harmlos“. Sorgen bereiteten ihm als Gutachter außerdem aktuelle unveröffentlichte Forschungen aus China, „die durchaus in diese Richtung gehen“, die „gefährlich sein könnte“ – allerdings nicht Forschungen speziell am SARS-Virus: „Aber es gibt in Tieren noch andere zoonotische Viren, auch Coronaviren, die gefährlich sein könnten.“ China habe zwar vielleicht aus „Staatsräson“, anders als bei SARS-1, keine Proben von Wildtieren veröffentlicht, die als direkte Wirte in Frage kommen; „die andere Erklärung wäre aber, dass da gar kein natürliches Virus war“.[46]

Im März 2025 veröffentlichten Shi Zhengli und Kollegen in Cell eine experimentelle Studie zu bestimmten pseudotypisierten MERS-ähnlichen Fledermaus-Coronaviren mit neu eingefügten Spike-Proteinen, welche das Potential haben, an menschliche ACE2-Rezeptoren anzudocken und menschliche Atmungsorgane zu infizieren. Sie kündigten an, mit aussichtsreichen MERS-Coronaviren transgene Mäuse und Hamster zu infizieren, um die Gefährlichkeit des Virus für Menschen zu erforschen.[211][212]

Eine Studie in der Fachzeitschrift Risk Analysis von 2024 wandte das modifizierte Grunow-Finke-Bewertungsverfahren (mGFT) auf den Ursprung von SARS-CoV-2 an.[1] Das ursprünglich zur Unterscheidung natürlicher und nichtnatürlicher Epidemien entwickelte Verfahren[213] bewertet elf Kriterien anhand publizierter Literatur und öffentlich zugänglicher Informationen. Für SARS-CoV-2 erreichten die Autoren 41 von maximal 60 Punkten (68 %) bei vollständiger Übereinstimmung der Bewerter. Nach der Interpretation des Verfahrens spreche dieses Ergebnis für eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit eines nichtnatürlichen als eines natürlichen Ursprungs.

Der Mikrobiologe und ehemalige leitende Wissenschaftler des FBI-Labors Jason D. Bannan wertete den Forschungsstand im Jahre 2026 so, dass inzwischen mehr Evidenz für den Laborursprung aufgekommen sei, während die Evidenz für einen zoonotischen Ursprung gering geblieben sei.[214] Maciej Boni, Biologe an der Temple University, widerspricht allerdings der Einschätzung, es würden epidemiologische Belege fehlen, „die den Ursprung von SARS-CoV-2 mit einem in Tierpopulationen zirkulierenden Virus in Verbindung bringen“. Sowohl genetische als auch marktbezogene als auch geografische Belege lägen vor, und sie seien sehr überzeugend.[215]

Laut dem Amerikanisten Michael Butter ist die Laborunfallhypothese keine Verschwörungstheorie, also die Erklärung eines Phänomens durch das absichtliche Handeln einer kleinen Gruppe. Im Gegensatz dazu besagt die Laborunfallhypothese, dass das Virus unbeabsichtigt freigesetzt wurde. Sie könne vielmehr als Warnung dienen, Erklärungen, die von der offiziellen Version abweichen, vorschnell als Verschwörungstheorie abzutun.[216]

Shi Zhengli arbeitet (Stand Anfang 2025) nicht mehr am Wuhan Institute of Virology, sondern im Guangzhou Laboratory und nimmt kaum noch Termine im Ausland wahr. So reichte sie zu einer Konferenz in Japan über den Ursprung der Pandemie nur einen voraufgezeichneten Vortrag über Genomsequenzierung ein.[217]

Laut einem Bericht von ABC News vom April 2020 unter Berufung auf Insiderquellen war das National Center for Medical Intelligence (NCMI) bereits im November 2019 über eine mögliche Gesundheitskrise in Wuhan alarmiert.[218] Das NCMI dementierte daraufhin die Existenz einer entsprechenden Bewertung von November 2019. Ein anschließender Bericht von NBC News verwies jedoch auf mehrere informierte Quellen, nach denen US-Geheimdienste bereits im November Rohinformationen über eine mögliche Gesundheitskrise in Wuhan gesammelt und diese Ende November in einem sogenannten situation report an US-Behörden weitergegeben hätten.[219] Unabhängig davon veröffentlichte eine Forschergruppe um Harvard-Wissenschaftler 2020 eine Analyse von Satellitenbildern und Suchanfragen, die sie als Hinweise auf eine möglicherweise bereits vor Dezember 2019 einsetzende Gesundheitskrise in Wuhan interpretierte.[220]

Nach einer von US-Präsident Joe Biden in Auftrag gegebenen 90-tägigen Überprüfung aller Hinweise kam die United States Intelligence Community im August 2021 zu keinem einheitlichen Ergebnis. 4 von 18 Behörden, die nicht genannt wurden, kamen mit „geringer Gewissheit“ (low confidence) zu dem Schluss, dass COVID-19 wahrscheinlich nicht in einem Labor entstanden sei. Für eine Behörde bestand eine „mittlere Gewissheit“ (moderate confidence), dass die Pandemie durch einen Laborunfall begonnen hatte, und drei waren unentschlossen. Sowohl ein Laborunfall als auch ein natürlicher Ursprung seien „plausibel“. Für eine lückenlose Aufklärung sei eine größere Kooperationsbereitschaft der chinesischen Behörden nötig.[221][222]

Teile des britischen Geheimdienstes sollen nach Informationen der Times of London bereits im Mai 2021 die Herstellung im Labor als „praktisch durchführbar“ eingeschätzt haben.[223]

Das FBI, welches seit den Anthrax-Anschlägen 2001 über eine besondere Expertise im Bereich Biosicherheit verfügt, begann Mitte 2021 die Laborhypothese zu favorisieren.[224] Im März 2023 sagte FBI-Direktor Christopher A. Wray, dass ein Laborunfall „höchstwahrscheinlich“ für die COVID-19-Pandemie verantwortlich gewesen sei. Auch das US-Energieministerium vertrat nun diese Auffassung.[225]

Nach dem Amtsantritt des neuen CIA-Direktors John Ratcliffe in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump im Januar 2025 änderte die CIA ihre Einschätzung zur Herkunft von COVID-19 von einer neutralen Position zur Bevorzugung der Laborhypothese.[226] Mit „geringer Gewissheit“ gehe die Behörde nun von einem „forschungsbedingten Ursprung“ aus.[227]

Im März 2025 berichteten Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung, dass der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) bereits im Jahr 2020 zu der Erkenntnis gelangt war, dass SARS-CoV-2 aus einem Labor entkommen sei. Die Wahrscheinlichkeit dafür wurde vom BND mit 80 % bis 95 % angegeben. Die Informationen dafür sollen aus nachrichtendienstlich erworbenen Daten von chinesischen Forschungseinrichtungen stammen, die Sicherheitsverstöße und die gefährlichen Gain-of-function-Experimente belegen sollen. Eine Prüfung der Erkenntnisse durch hochrangige Wissenschaftler im Auftrag des Bundeskanzleramtes sollte seit Dezember 2024 erfolgen.[9]

Inhaltlich soll es dabei um Messreihen an Daten zu Coronaviren, Informationen zu Tierversuchen und um mehrere wissenschaftliche Untersuchungen gehen, darunter unveröffentlichte Dissertationen aus den Jahren 2019 und 2020 zu Auswirkungen von Coronaviren auf das menschliche Gehirn – Informationen, die auf ungewöhnlich frühes Wissen um das angeblich neuartige Coronavirus hindeuteten. Diese Daten wurden durch öffentlich verfügbare Studien ergänzt.[62][63]

Laut Informationen des ZDF könnten die Erkenntnisse des BND Spannungen zwischen China und den USA verschärfen, da sie möglicherweise in Zusammenhang mit militärischen Forschungen zu „ethnisch-spezifischen genetischen Waffen“ stehen, die wiederum „biologischer Abschreckung“ dienen sollten.[228]

Dokumentarfilme

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 3 4 5 6 7 Xin Chen et al.: Use of a risk assessment tool to determine the origin of severe acute respiratory syndrome coronavirus 2 (SARS-CoV-2). In: Risk Analysis. Band 44, Nr. 8, 15. März 2024, doi:10.1111/risa.14291 (wiley.com [abgerufen am 18. April 2025]).
  2. 1 2 Fillipa Lentzos: Natural spillover or research lab leak? Why a credible investigation is needed to determine the origin of the coronavirus pandemic. In: Bulletin of the Atomic Scientists. 1. Mai 2020, abgerufen am 25. September 2026 (englisch).
  3. 1 2 WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, abgerufen am 30. März 2021., S. 76, 119.
  4. ↑ Botao Xiao, Lei Xiao: The possible origins of 2019-nCoV coronavirus. Februar 2020, abgerufen am 15. April 2020.
  5. ↑ Seth Baum: The Origin and Implications of the COVID-19 Pandemic: An Expert Survey. Global Catastrophic Risk Institute, 2. Februar 2024, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  6. 1 2 Martin Enserink: Virologists and epidemiologists back natural origin for COVID-19, survey suggests. In: Science. 6. Februar 2024, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  7. ↑ Hannah Rabinowitz: FBI Director Wray acknowledges bureau assessment that Covid-19 likely resulted from lab incident. In: CNN Politics. 1. März 2023, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  8. ↑ Corona-Ursprung: CIA geht eher von Laborpanne aus. In: ZDF. 26. Januar 2025, abgerufen am 13. März 2025.
  9. 1 2 3 BND glaubt laut Recherche an Laborunfall als Ausgang der Coronapandemie. In: Der Spiegel. 12. März 2025, abgerufen am 13. März 2025.
  10. ↑ Lothar Wieler hält Labor-Ursprung von Sars-CoV-2 für die wahrscheinlichere These. In: Der Spiegel. 15. März 2025, abgerufen am 22. April 2025.
  11. ↑ China Inaugurates the first biocontainment level 4 laboratory in Wuhan. Wuhan Institute of Virology, Chinese Academy of Sciences, 3. März 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. März 2016; abgerufen am 13. März 2025.
  12. ↑ V. Menachery, Zheng-Li Shi et al.: A SARS-like cluster of circulating bat coronaviruses shows potential for human emergence. In: Nature Medicine. 2015, doi:10.1038/nm.3985 (nature.com).
  13. ↑ V. Menachery et al.: SARS-like WIV1-CoV poised for human emergence. In: PNAS. 14. März 2016, doi:10.1073/pnas.1517719113 (pnas.org). Xing-Yi Ge, Peter Daszak, Zheng-Li Shi et al.: Isolation and characterization of a bat SARS-like coronavirus that uses the ACE2 receptor. In: Nature. 30. Oktober 2013, doi:10.1038/nature12711 (nature.com). Jie Cui, Fang Li, Zheng-Li Shi: Origin and evolution of pathogenic coronaviruses. In: Nature. 10. Dezember 2018, doi:10.1038/s41579-018-0118-9 (nature.com).
  14. 1 2 Patrick Berche: Gain-of-function and origin of Covid19. In: Presse Médicale, 52(1). 2. Juni 2023, doi:10.1016/j.lpm.2023.104167 (sciencedirect.com [abgerufen am 20. August 2026]).
  15. 1 2 A. Zapatero Gaviria, R. Barba Martin: What do we know about the origin of COVID-19 three years later? In: Revista Clínica Española (English Edition), 223(4). 6. April 2023, doi:10.1016/j.rceng.2023.02.010 (sciencedirect.com [abgerufen am 20. August 2026]).
  16. 1 2 Bernd Kaina: On the Origin of SARS-CoV-2: Did Cell Culture Experiments Lead to Increased Virulence of the Progenitor Virus for Humans? In: In Vivo 35. 28. April 2021, doi:10.21873/invivo.12384 (iiarjournals.org [abgerufen am 11. September 2026]).
  17. 1 2 3 4 Peng Zhou, Zheng-Li Shi et al.: Addendum: A pneumonia outbreak associated with a new coronavirus of probable bat origin. In: Nature. 17. Oktober 2020, doi:10.1038/s41586-020-2951-z (nih.gov).
  18. 1 2 3 4 Meet the scientist at the center of the covid lab leak controversy. In: MIT Technology Review. 9. Februar 2022, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  19. 1 2 Nicholson Baker: The Lab-Leak Hypothesis. In: NYMag. 4. Januar 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  20. ↑ Bat coronavirus RaTG13, complete genome. In: NCBI Nucleotide. 24. November 2020, abgerufen am 30. April 2025 (englisch).
  21. 1 2 Aksel Fridstrøm: Contradicting statements cast doubts on Chinese raw data. In: Minerva. 10. September 2020 (minerva.no [abgerufen am 6. September 2026]).
  22. ↑ Peng Zhou, Zheng-Li Shi et al.: A pneumonia outbreak associated with a new coronavirus of probable bat origin. In: Nature. 3. Februar 2020, doi:10.1038/s41586-020-2012-7 (nature.com [abgerufen am 6. September 2026]).
  23. ↑ Jon Cohen: Close cousins of SARS-CoV-2 found in a cave in Laos yield new clues about pandemic’s origins. In: Science (News). 29. September 2021, doi:10.1126/science.acx9257 (science.org [abgerufen am 22. April 2025]).
  24. ↑ Sarah Temmam, Khamsing Vongphayloth, Eduard Baquero et al.: Bat coronaviruses related to SARS-CoV-2 and infectious for human cells. In: Nature. Band 604, 8. Februar 2022, S. 330–336, doi:10.1038/s41586-022-04532-4 (nature.com [abgerufen am 22. April 2025]).
  25. 1 2 3 Edward C. Holmes, Stephen A. Goldstein, Angela L. Rasmussen, David L. Robertson, Alexander Crits-Christoph, Joel O. Wertheim et al.: The origins of SARS-CoV-2: A critical review. In: Cell. Band 184, Nr. 19, 16. September 2021, S. 4848–4856, doi:10.1016/j.cell.2021.08.017, PMID 34480864, PMC 8373617 (freier Volltext) – (englisch).
  26. 1 2 3 Rossana Segreto, Yuri Deigin: The genetic structure of SARS-CoV-2 does not rule out a laboratory origin. In: BioEssays. Band 43, Nr. 3, 2021, ISSN 1521-1878, S. 2000240, doi:10.1002/bies.202000240, PMID 33200842, PMC 7744920 (freier Volltext) – (wiley.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  27. 1 2 3 Jose L. Domingo: An updated review of the scientific literature on the origin of SARS-CoV-2. In: Environmental Research. 15. September 2022, doi:10.1016/j.envres.2022.114131 (sciencedirect.com [abgerufen am 26. August 2026]).
  28. ↑ Li Xu: The Analysis of Six Patients with Severe Pneumonia Caused by Unknown Viruses. Master’s Thesis, 28. Mai 2013 (englische Übersetzung), abgerufen am 06. September 2026.
  29. 1 2 Monali C. Rahalkar, Rahul A. Bahulikar: Lethal Pneumonia Cases in Mojiang Miners (2012) and the Mineshaft Could Provide Important Clues to the Origin of SARS-CoV-2. In: Frontiers in Public Health. Band 8, 2020, ISSN 2296-2565, S. 581569, doi:10.3389/fpubh.2020.581569, PMID 33194988, PMC 7606707 (freier Volltext) – (nih.gov [abgerufen am 14. März 2025]).
  30. 1 2 3 4 Ricardo Waizbort, Francisco Dionísio: From nature or from a laboratory? Science, health, and politics in the dispute over the origin of SARS-CoV-2. In: Historia, Ciencias, Saude - Manguinhos. Band 32, 9. Januar 2026, doi:10.1590/S0104-59702025000100061en (scielo.br [abgerufen am 28. August 2026]).
  31. ↑ Jane Qiu: How China’s “Bat Woman” Hunted Down Viruses from SARS to the New Coronavirus. Scientific American, 11. März 2020, abgerufen am 6. September 2026 (englisch).
  32. ↑ Monali C. Rahalkar; Rahul A. Bahulikar: Mojiang mine, RaTG13, miners’ disease and related samples remain essential clues in the origin SARS-CoV-2. In: Current Science. Band 122, Nr. 3, 25. Februar 2022, S. 247–250, doi:10.18520/cs/v122/i3/247-250 (currentscience.ac.in [PDF; abgerufen am 6. September 2026]).
  33. ↑ Monali C. Rahalkar, Rahul A. Bahulikar: Understanding the Origin of ‘BatCoVRaTG13’, a Virus Closest to SARS-CoV-2. preprint.org, 24. Mai 2020, abgerufen am 20. April 2025 (englisch).
  34. 1 2 NIH’s axing of bat coronavirus grant a ‘horrible precedent’ and might break rules, critics say. In: Science. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  35. ↑ After Action Review of the COVID-19 Pandemic: The Lessons Learned and a Path Forward. In: House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic. S. 58–68, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  36. ↑ Sharon Lerner, Maia Hibbett: Leaked Grant Proposal Details High-Risk Coronavirus Research. In: The intercept. 23. September 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  37. ↑ Jimmy Tobias: During a Heated Covid Origins Hearing, a Scientist Comes in for Questioning. 3. Mai 2024, ISSN 0027-8378 (thenation.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  38. ↑ After Action Review of the COVID-19 Pandemic: The Lessons Learned and a Path Forward. House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic, S. 117–119, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  39. 1 2 Nicholas Wade: The Story of the Decade. In: City Journal. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  40. 1 2 Jason D. Bannan: Assessing the Origin of the COVID19 Pandemic Is Still Important. In: FASEB BioAdvances. 6. August 2026, doi:10.1096/fba.2026-00227 (wiley.com [abgerufen am 31. August 2026]).
  41. 1 2 Fact Sheet: Activity at the Wuhan Institute of Virology. In: United States Department of State. 15. Januar 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  42. ↑ Breaking: HHS Formally Debars EcoHealth Alliance, Dr. Peter Daszak After COVID Select Reveals Pandemic-Era Wrongdoing. House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic, 13. März 2025, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  43. ↑ Peter Daszak: Project DEFUSE: Defusing the Threat of Bat-borne Coronaviruses (HR001118S0017). 27. März 2018, S. 11, 27 (Subtask 4.5) (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 14. September 2026]).
  44. 1 2 Yujia Alina Chan, Shing Hei Zhan: The Emergence of the Spike Furin Cleavage Site in SARS-CoV-2. In: Molecular Biology and Evolution. Band 39, Nr. 1, Januar 2022, doi:10.1093/molbev/msab327 (englisch, oup.com).
  45. ↑ Peter Daszak: Project DEFUSE: Defusing the Threat of Bat-borne Coronaviruses (HR001118S0017). 27. März 2018, S. 1–4, 10 f. (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 14. September 2026]).
  46. 1 2 Manuela Heim: Christian Drosten: „Je mehr Zeit vergeht, desto skeptischer werde ich“. In: Die Tageszeitung. 24. Januar 2025, abgerufen am 18. April 2025.
  47. 1 2 3 Marietjie Venter, Jean-Claude Manuguerra, John M. Watson, Thea K. Fischer, Stuart D. Blacksell, Kathrina Summermatter, Inger K. Damon, Christian Drosten, Phillip Alviola, Abdullah Assiri, Elmoubasher Farag, Raman Gangakhedkar, Nada Ghosn, Maria G. Guzman, Christian Happi, Gladys Kalema-Zikusoka, Normand Labbé, Khin Myint, Hung Nguyen-Viet, Chinwe Ochu, Masayuki Saijo, Rosemary Sang, Supaporn Wacharapluesadee: COVID’s origins: what we do and don’t know. In: Nature. Band 650, Nr. 8103, Februar 2026, ISSN 1476-4687, S. 829–833, doi:10.1038/d41586-026-00530-y (nature.com [abgerufen am 27. Februar 2026]).
  48. ↑ Ralph S. Baric, Amy C. Sims: Humanized mice develop coronavirus respiratory disease. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 31. Mai 2005, S. 8073–8074, doi:10.1073/pnas.0503091102 (pnas.org [abgerufen am 6. April 2025]).
  49. ↑ Eric F. Donaldson, Ralph S. Baric et al.: Systematic Assembly of a Full-Length Infectious Clone of Human Coronavirus NL63. In: Journal of Virology. 25. September 2008, doi:10.1128/JVI.01804-08 (nih.gov).
  50. ↑ Lewis Kamb: NIH files reveal broader coronavirus engineering research before COVID-19. In: U.S. Right to Know. 9. März 2026, abgerufen am 21. September 2026 (englisch).
  51. ↑ Lei-Ping Zeng: Reverse Genetic System of Bat SARS-like Coronaviruses and Function of ORFX. In: Wuhan institute of Virology, CAS (Diss.). April 2017, S. 63, abgerufen am 16. April 2025 (englisch).
  52. ↑ Emily Kopp: American scientists misled Pentagon on research at the Wuhan Institute of Virology. In: U.S. Right to Know. 18. Dezember 2023, abgerufen am 13. April 2025 (englisch).
  53. ↑ An Analysis of the Origins of the COVID-19 Pandemic Interim Report. In: Senate Committee on Health Education, Labor and Pensions Minority Oversight Staff, October 2022. S. 15, abgerufen am 8. April 2025 (englisch).
  54. ↑ USGS DEFUSE 2021 006245 Combined Records Redacted. In: U.S. Right to Know. S. 522–526, 849, 882, 948, 955–958 usw., abgerufen am 26. April 2025 (englisch).
  55. ↑ Shi Zhengli Q&A, pdf S. 6. Link zum übergreifenden Science-Artikel: John Cohen: Wuhan coronavirus hunter Shi Zhengli speaks out. In: Science. 31. Juli 2020, doi:10.1126/science.369.6503.487.
  56. ↑ What really went on inside the Wuhan lab weeks before Covid erupted. In: The Times, 10. Juni 2023.
  57. ↑ Peter Daszak: Project DEFUSE: Defusing the Threat of Bat-borne Coronaviruses (HR001118S0017). 27. März 2018, S. 1–3, 10 f. (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 14. September 2026]).
  58. ↑ Peter Daszak: Project DEFUSE: Defusing the Threat of Bat-borne Coronaviruses (HR001118S0017). 27. März 2018, S. 2, 5, 10 und Anm. 34 (S. 6 und 37) (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 14. September 2026]).
  59. ↑ Anm. 34 = Ben Hu, Zheng-Li Shi et al.: Discovery of a rich gene pool of bat SARS-related coronaviruses provides new insights into the origin of SARS coronavirus. In: Christian Drosten (Hrsg.): PLOS. 30. November 2017, doi:10.1371/journal.ppat.1006698 (plos.org).
  60. ↑ Xing-Yi Ge, Zheng-Li Shi et al.: Coexistence of multiple coronaviruses in several bat colonies in an abandoned mineshaft. In: Virologica Sinica. 18. Februar 2016, doi:10.1007/s12250-016-3713-9 (nih.gov).
  61. ↑ Peter Daszak: Project DEFUSE: Defusing the Threat of Bat-borne Coronaviruses (HR001118S0017). 27. März 2018, S. 10 f. (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 14. September 2026]).
  62. 1 2 Tiefrot als „Geheim“ gestempelt. In: Zeit Online. 12. März 2025, abgerufen am 23. April 2025.
  63. 1 2 Georg Mascolo, Holger Stark: Das Geheimnis von Wuhan. In: sueddeutsche.de. 12. März 2025, abgerufen am 8. September 2026.
  64. ↑ The Potential Links Between the Wuhan Institute of Virology and the Origin of the COVID-19 Pandemic. In: Office of the Director of National Intelligence. Juni 2023, S. 4, abgerufen am 20. April 2025 (englisch).
  65. ↑ Josh Rogin: Opinion | State Department cables warned of safety issues at Wuhan lab studying bat coronaviruses. In: The Washington Post. 14. April 2020, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  66. ↑ The Origins of COVID-19: An Investigtation of the Wuhan Institute of Virology. In: House Foreign Affairs Committee Report, August 2021. S. 20, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2024; abgerufen am 29. April 2025 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  67. ↑ U.S. intel report identified 3 Wuhan lab workers who fell ill in 2019. In: NBC News. 24. Mai 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  68. ↑ Christoph von Marschall: Kritiker verschwinden, die EU wird vorgeführt: So dreist vertuscht China die Ursprünge von Corona. In: Tagesspiegel. 7. Mai 2020, abgerufen am 7. April 2025.
  69. ↑ Katherine Eban, Jeff Kao: COVID-19 Origins: Investigating a “Complex and Grave Situation” Inside a Wuhan Lab. In: ProPublica. 28. Oktober 2022, abgerufen am 8. April 2025 (englisch).
  70. ↑ Katherine Eban, Jeff Kao: COVID-19 Origins: Investigating a “Complex and Grave Situation” Inside a Wuhan Lab. In: Vanity Fair. 28. Oktober 2022, abgerufen am 8. April 2025 (englisch).
  71. ↑ Michael Hiltzik: ProPublica and Vanity Fair are pushing the COVID lab-leak theory, but their exposé is a train wreck. In: L.A. Times. 1. November 2022, abgerufen am 8. April 2025 (englisch).
  72. ↑ An Analysis of the Origins of the COVID-19 Pandemic Interim Report. In: Senate Committee on Health Education, Labor and Pensions Minority Oversight Staff, October 2022. S. 16–19, 24 f., abgerufen am 8. April 2025 (englisch).
  73. ↑ Sicherheitsschulung am Wuhan Institute of Virology vom 19. November 2019, Chinese Academy of Science, Dokument vom 21. November 2019, abgerufen am 16. April 2025.
  74. ↑ Xiaowei Jiang, Ruoqi Wang: Wildlife trade is likely the source of SARS-CoV-2. In: Science. Band 377, Nr. 6609, 26. August 2022, S. 925–926, doi:10.1126/science.add8384 (science.org [abgerufen am 13. März 2025]).
  75. ↑ Virginie Courtier-Orgogozo, Francisco A. de Ribera: SARS-CoV-2 Infection at the Huanan Seafood Market. In: Environmental Research, Special Issue: SARS-Cov-2-Origin. Band 214, Nr. 1, November 2022, doi:10.1016/j.envres.2022.113702 (sciencedirect.com [abgerufen am 17. April 2025]).
  76. ↑ Wuhan Virology Lab Deputy Director Again Slams Coronavirus Conspiracies. In: Caixin Global. 7. Februar 2020, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  77. ↑ ‘Ridiculous,’ says Chinese scientist accused of being pandemic’s patient zero. In: Science. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  78. ↑ B. Coutard et al.: The spike glycoprotein of the new coronavirus 2019-nCoV contains a furin-like cleavage site absent in CoV of the same clade. In: Antiviral Research. Band 176, Nr. 104742, April 2020, doi:10.1016/j.antiviral.2020.104742 (sciencedirect.com).
  79. ↑ Yiran Wu, Suwen Zhao: Furin cleavage sites naturally occur in coronaviruses. In: Stem Cell Research. Band 50, Januar 2021, S. 102115, doi:10.1016/j.scr.2020.102115, PMID 33340798, PMC 7836551 (freier Volltext) – (elsevier.com [abgerufen am 10. August 2026]).
  80. ↑ Jeffrey D. Sachs, Salim S. Abdool Karim, Lara Aknin, Joseph Allen, Kirsten Brosbøl, Francesca Colombo, Gabriela Cuevas Barron, María Fernanda Espinosa, Vitor Gaspar, Alejandro Gaviria, Andy Haines, Peter J. Hotez, Phoebe Koundouri, Felipe Larraín Bascuñán, Jong-Koo Lee, Muhammad Ali Pate, Gabriela Ramos, K. Srinath Reddy, Ismail Serageldin, John Thwaites, Vaira Vike-Freiberga, Chen Wang, Miriam Khamadi Were, Lan Xue, Chandrika Bahadur, Maria Elena Bottazzi, Chris Bullen, George Laryea-Adjei, Yanis Ben Amor, Ozge Karadag, Guillaume Lafortune, Emma Torres, Lauren Barredo, Juliana G. E. Bartels, Neena Joshi, Margaret Hellard, Uyen Kim Huynh, Shweta Khandelwal, Jeffrey V. Lazarus, Susan Michie: The Lancet Commission on lessons for the future from the COVID-19 pandemic. In: The Lancet. Band 400, Nr. 10359, 8. Oktober 2022, ISSN 0140-6736, S. 1224–1280, doi:10.1016/S0140-6736(22)01585-9, PMID 36115368, PMC 9539542 (freier Volltext) – (thelancet.com [abgerufen am 22. August 2026]): „Although the proximal origins are unknown, SARS-CoV-2 is thought to derive from a bat SARS-CoV-related coronavirus with a furin cleavage site that enhances the capacity of the virus to infect human cells. Furin cleavage sites are found naturally in almost every family of coronavirus, [Yiran Wu, Suwen Zhao] although they have not been observed in other SARS-related coronaviruses (subgenus Sarbecoronavirus).“
  81. ↑ Maciej F. Boni et al.: Evolutionary origins of the SARS-CoV-2 sarbecovirus lineage responsible for the COVID-19 pandemic. In: Nature Microbiology. 28. Juli 2020, S. 1408−1417, doi:10.1038/s41564-020-0771-4 (nature.com).
  82. 1 2 3 John Cohen: Anywhere but here. In: Science Microbiology. 19. August 2022, S. 805−809, doi:10.1126/science.ade4235 (science.org).
  83. ↑ Jacques van Helden et al.: An appeal for an objective, open, and transparent scientific debate about the origin of SARS-CoV-2. In: The Lancet. Band 398, Nr. 10309, 16. Oktober 2021, S. 1402−1404, doi:10.1016/S0140-6736(21)02019-5 (thelancet.com).
  84. ↑ WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, S. 92–111, abgerufen am 30. März 2021.
  85. ↑ S. Temmam, K. Vongphayloth, E. Baquero et al.: Bat coronaviruses related to SARS-CoV-2 and infectious for human cells. In: Nature. 16. Februar 2022, S. 1408−1417, doi:10.1038/s41586-022-04532-4 (nature.com).
  86. ↑ Shing Hei Zhan, Benjamin E. Deverman, Yujia Alina Chan: SARS-CoV-2 is well adapted for humans. What does this mean for re-emergence? 2. Mai 2020, abgerufen am 14. März 2025 (englisch).
  87. ↑ Alina Chan: Opinion | Why the Pandemic Probably Started in a Lab, in 5 Key Points. In: The New York Times. 3. Juni 2024, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 14. März 2025]).
  88. ↑ Alexander Tyshkovskiy, Alexander Y. Panchin: There is no evidence of SARS-CoV-2 laboratory origin: Response to Segreto and Deigin (DOI:10.1002/bies.202000240). In: BioEssays: News and Reviews in Molecular, Cellular and Developmental Biology. Band 43, Nr. 5, Mai 2021, ISSN 1521-1878, S. e2000325, doi:10.1002/bies.202000325, PMID 33751609, PMC 8250263 (freier Volltext) – (nih.gov [abgerufen am 14. März 2025]).
  89. ↑ Yuri Deigin, Rossana Segreto: SARS-CoV-2’s claimed natural origin is undermined by issues with genome sequences of its relative strains. In: BioEssays. 27. Mai 2021, doi:10.1002/bies.202100015 (wiley.com).
  90. ↑ Alexandre Hassanin: Coronavirus Could Be a ‘Chimera’ of Two Different Viruses, Genome Analysis Suggests. In: ScienceAlert. 23. März 2020 (sciencealert.com [abgerufen am 29. April 2025]).
  91. ↑ E. Sallard, J. Halloy, D. Casane et al.: Tracing the origins of SARS-COV-2 in coronavirus phylogenies: a review. In: Nature. 4. Februar 2021, doi:10.1007/s10311-020-01151-1 (springer.com [abgerufen am 29. April 2025]).
  92. ↑ Roman Matyášek, Aleš Kovařík: Mutation Patterns of Human SARS-CoV-2 and Bat RaTG13 Coronavirus Genomes Are Strongly Biased Towards C>U Transitions, Indicating Rapid Evolution in Their Hosts. In: Genes. Band 11, Nr. 7, 7. Juli 2020, S. 761, doi:10.3390/genes11070761, PMID 32646049, PMC 7397057 (freier Volltext) – (englisch).
  93. ↑ Nicholas Wade: The origin of COVID: Did people or nature open Pandora’s box at Wuhan? In: Bulletin of the Atomic Scientists. 5. Mai 2021, abgerufen am 10. September 2026 (englisch).
  94. ↑ Michael Hiltzik: Nobel laureate backs away from ‘smoking gun’ lab-leak claim. In: Los Angeles Times. 8. Juni 2021, abgerufen am 10. September 2026 (englisch).
  95. ↑ Thomas P. Peacock, Daniel H. Goldhill, Jie Zhou, Laury Baillon, Rebecca Frise, Olivia C. Swann, Ruthiran Kugathasan, Rebecca Penn, Jonathan C. Brown, Raul Y. Sanchez-David et al.: The furin cleavage site in the SARS-CoV-2 spike protein is required for transmission in ferrets. In: Nature Microbiology. Band 6, 2021, S. 899–909, doi:10.1038/s41564-021-00908-w, PMID 33907312, PMC 7619196 (freier Volltext) – (englisch).
  96. ↑ Philip V’kovski, Annika Kratzel, Silvio Steiner, Hanspeter Stalder, Volker Thiel: Coronavirus biology and replication: implications for SARS-CoV-2. In: Nature Reviews Microbiology. Band 19, Nr. 3, 2021, S. 155–170, doi:10.1038/s41579-020-00468-6, PMID 33116300, PMC 7592455 (freier Volltext) – (englisch).
  97. ↑ Jean Kaoru Millet, Gary R. Whittaker: Host cell entry of Middle East respiratory syndrome coronavirus after two-step, furin-mediated activation of the spike protein. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. Band 111, Nr. 42, 2014, S. 15214–15219, doi:10.1073/pnas.1407087111, PMID 25288733, PMC 4210292 (freier Volltext) – (englisch).
  98. ↑ Mihkel Örd, Ilona Faustova, Mart Loog: The sequence at Spike S1/S2 site enables cleavage by furin and phospho-regulation in SARS-CoV2 but not in SARS-CoV1 or MERS-CoV. In: Scientific Reports. Band 10, Nr. 1, 9. Oktober 2020, S. 16944, doi:10.1038/s41598-020-74101-0, PMID 33037310, PMC 7547067 (freier Volltext) – (englisch).
  99. ↑ Ying‐Jian Hao, Yu‐Lan Wang, Mei‐Yue Wang, Lan Zhou, Jian‐Yun Shi, Ji‐Min Cao, De‐Ping Wang: The origins of COVID‐19 pandemic: A brief overview. In: Transboundary and Emerging Diseases. Band 69, Nr. 6, November 2022, ISSN 1865-1674, S. 3181–3197, doi:10.1111/tbed.14732, PMID 36218169, PMC 9874793 (freier Volltext) – (wiley.com [abgerufen am 22. August 2026]): „However, FCS designed in the laboratory is known to be produced preferentially through substitution rather than insertion, and it is based on the typical R‐X‐[R/K]‐R furin motif […] Clearly, the PRRA insertion in SARS‐CoV‐2 does not coincide with the canonical furin motif. […] There is no reason for scientists to create such a cleavage site with no successful precedent. Yet, this is not enough to discredit the artificial origin of this insertion site.“
  100. ↑ Fabian Zech, Daniel Schniertshauer, Christoph Jung et al.: Spike residue 403 affects binding of coronavirus spikes to human ACE2. In: Nature Communications. Band 12, 25. November 2021, S. 6855, doi:10.1038/s41467-021-27180-0.
  101. ↑ Balamurali K. Ambati et al.: MSH3 Homology and Potential Recombination Link to SARS-CoV-2 Furin Cleavage Site. In: Frontiers in Virology. Band 2, Nr. 3, 21. Februar 2022, doi:10.3389/fviro.2022.834808 (frontiersin.org [abgerufen am 17. März 2025]).
  102. ↑ Mark Terry: Tiny COVID-19 Gene Sequence Raises Valid Question or “Quirky Observation?” Biospace, 24. Februar 2022, abgerufen am 17. März 2025 (englisch).
  103. ↑ Yseulys Dubuy, Hugo Lachuer: Commentary: MSH3 homology and potential recombination link to SARS-CoV-2 furin cleavage site. In: Frontiers in Virology. Band 2, 11. Oktober 2022, doi:10.3389/fviro.2022.914888 (frontiersin.org [abgerufen am 17. August 2026]).
  104. ↑ Andreas Martin Lisewski: Pre-pandemic artificial MERS analog of polyfunctional SARS-CoV-2 S1/S2 furin cleavage site domain is unique among spike proteins of genus Betacoronavirus. In: BMC Genomic Data. Band 25, 2024, S. 104, doi:10.1186/s12863-024-01290-2, PMID 39690420, PMC 11650820 (freier Volltext) – (englisch).
  105. ↑ Sarah M. Metzger, Terry C. Jones, Jenny I. J. Meier et al.: Evaluation of a proposed link between the SARS-CoV-2 furin cleavage site and mouse-adapted MERS-coronavirus MA30. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 123, Nr. 27, 29. Juni 2026, S. e2601806123, doi:10.1073/pnas.2601806123: „This study formally evaluates a hypothesis that has been advanced by some scientists and public commentators in support of a nonnatural origin of SARS-CoV-2.“
  106. ↑ Hanno Charisius: Neue Studie: Kein Beleg für Labor-Ursprung des Coronavirus. In: Süddeutsche Zeitung. 1. Juli 2026, abgerufen am 21. August 2026.
  107. ↑ WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, abgerufen am 30. März 2021., S. 7, 41–57.
  108. ↑ Chaolin Huang: Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. In: The Lancet. Band 395, Nr. 10223, 24. Januar 2020, S. 497−506, doi:10.1016/S0140-6736(20)30183-5 (nih.gov [abgerufen am 7. April 2025]).
  109. ↑ Tom Squitieri: Coronavirus: China’s first confirmed Covid-19 case traced back to November 17. In: South China Morning Post. 13. März 2020, archiviert vom Original am 15. März 2020; abgerufen am 27. April 2025 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  110. ↑ Jesse D. Bloom: Recovery of Deleted Deep Sequencing Data Sheds More Light on the Early Wuhan SARS-CoV-2 Epidemic. In: Molecular Biology and Evolution. Band 38, Nr. 12, 12. Dezember 2021, S. 5211, doi:10.1093/molbev/msab246 (oup.com [abgerufen am 29. März 2025]). mit Links zu Einzelnachweisen.
  111. ↑ Ben Dangerfield: Briton struck with coronavirus in Wuhan recalls: ‘I couldn’t get enough air’. In: Reuters. 11. März 2020, abgerufen am 30. März 2025 (englisch). Jason Farrell: Coronavirus: One of the first British sufferers describes his ordeal. In: Reuters. 7. März 2020, abgerufen am 30. März 2025 (englisch).
  112. ↑ Tom Squitieri: Did the Military World Games Spread COVID-19? In: The American Prospect. 30. Juni 2020, abgerufen am 30. März 2025 (englisch).
  113. ↑ Seis de 138 militares que viajaron a los juegos de Wuhan dan positivo a anticuerpos del coronavirus. In: 20minutos. 19. Juni 2020, abgerufen am 30. März 2025 (englisch).
  114. 1 2 Michael Worobey: Dissecting the early COVID-19 cases in Wuhan. In: Science. Band 374, Nr. 6572, 18. November 2021, S. 1202–1204, doi:10.1126/science.abm4454 (science.org [abgerufen am 2. April 2025]).
  115. ↑ Dali L. Yang: Wuhan officials tried to cover up covid-19 — and sent it careening outward. In: The Washington Post (Artikel archiviert durch den Autor). 10. März 2020, abgerufen am 30. März 2025 (englisch).
  116. ↑ Peng Zhou, Zheng-Li Shi et al.: A pneumonia outbreak associated with a new coronavirus of probable bat origin. In: Nature. 3. Februar 2020, doi:10.1038/s41586-020-2012-7 (nature.com).
  117. ↑ Reporter’s Notebook: Life and death in a Wuhan coronavirus ICU. In: The Straits Times. 6. Februar 2020, abgerufen am 2. April 2025 (englisch).
  118. ↑ Louise Watt: Taiwan Says It Tried to Warn the World About Coronavirus. Here’s What It Really Knew and When. In: Time Magazine. 19. Mai 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. Juli 2020; abgerufen am 2. April 2025 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  119. ↑ Data leaked: Tencent lists 25,000 deaths in China, 1.54 lakh infections from coronavirus. In: National Herald. 7. Februar 2020, abgerufen am 4. April 2025 (englisch).
  120. ↑ The Wuhan files. In: CNN. 1. Dezember 2020, abgerufen am 4. April 2025 (englisch).
  121. ↑ Leela Jacinto: Who hijacked the WHO and can it impact the Covid-19 whodunnit? In: France24. 19. Mai 2020, abgerufen am 3. April 2025 (englisch).
  122. ↑ Michael Collins: The WHO and China: Dereliction of Duty. In: Council on Foreign Relations (blog). 27. Februar 2020, abgerufen am 3. April 2025 (englisch).
  123. ↑ Zhuang Pinghui: China confirms unauthorised labs were told to destroy early coronavirus samples. In: SCMP. 15. Mai 2020, abgerufen am 15. April 2025 (englisch).
  124. ↑ China’s authorities issue gag order about virus to doctors in Wuhan. In: Kyodo News. 25. November 2020, abgerufen am 13. April 2025 (englisch).
  125. ↑ Independent assessment of the origins of SARS‑CoV‑2. Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens (SAGO), 27. Juni 2025, abgerufen am 27. Juli 2025., S. 38.
  126. ↑ Michael Worobey, Jonathan Pekar et al.: The Huanan Seafood Wholesale Market in Wuhan was the early epicenter of the COVID-19 pandemic. In: Science. 26. Juli 2022, S. 951−959, hier S. 951 f. mit Fig. 1, doi:10.1126/science.abp8715, PMID 9348750, PMC 35881010 (freier Volltext) – (science.org).
  127. 1 2 Edward C. Holmes: The Emergence and Evolution of SARS-CoV-2. In: Annual Review of Virology. Band 11, Volume 11, 2024, 26. September 2024, ISSN 2327-056X, S. 21–42, doi:10.1146/annurev-virology-093022-013037 (annualreviews.org [abgerufen am 23. August 2026]).
  128. ↑ WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, S. 42–45, 117, abgerufen am 30. März 2021.
  129. ↑ WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, S. 68, abgerufen am 30. März 2021.
  130. ↑ Jonathan Pekar, Michael Worobey et al.: The molecular epidemiology of multiple zoonotic origins of SARS-CoV-2. In: Science. Band 377, Nr. 6609, 26. August 2022, S. 960–966, doi:10.1126/science.add8384 (science.org [abgerufen am 5. April 2025]).
  131. ↑ Steven Massey, Steven Quay et al.: Unwarranted Exclusion of Intermediate Lineage A-B SARS-CoV-2 Genomes Is Inconsistent with the Two-Spillover Hypothesis of the Origin of COVID-19. In: Microbiology Research. Band 14, Nr. 1, 22. März 2023, S. 448–453, doi:10.3390/microbiolres14010033 (mdpi.com [abgerufen am 5. April 2025]).
  132. ↑ Led by Science: The COVID-19 Origin Story. In: House Select Subcommittee on the Coronavirus Pandemic. Abgerufen am 5. April 2025 (englisch).
  133. ↑ Steven Quay: Where Did the 2019 Coronavirus Pandemic Begin and How Did it Spread? The People’s Liberation Army Hospital in Wuhan China and Line 2 of the Wuhan Metro System Are Compelling Answers. In: Zenodo. 28. Oktober 2020, doi:10.5281/zenodo.4119263 (zenodo.org [abgerufen am 5. April 2025]).
  134. ↑ Jesse Bloom: Recovery of Deleted Deep Sequencing Data Sheds More Light on the Early Wuhan SARS-CoV-2 Epidemic. In: Microbiology Research. Band 38, Nr. 12, 16. August 2021, S. 5211–5224, doi:10.1093/molbev/msab246 (oup.com [abgerufen am 5. April 2025]).
  135. ↑ Alexander Crits-Christoph, Jonathan Pekar, Michael Worobey et al.: Genetic tracing of market wildlife and viruses at the epicenter of the COVID-19 pandemic. In: Cell. Band 187, Nr. 19, 19. September 2024, ISSN 0092-8674, S. 5468–5482, hier S. 5471, doi:10.1016/j.cell.2024.08.010, PMID 39303692 (cell.com [abgerufen am 5. April 2025]).
  136. 1 2 William J. Liu et al.: Surveillance of SARS-CoV-2 at the Huanan Seafood Market. In: Nature. Band 631, 5. April 2023, S. 402–408, hier 406, doi:10.1038/s41586-023-06043-2 (nature.com [abgerufen am 7. April 2025]).
  137. ↑ WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, S. 99f., abgerufen am 30. März 2021.
  138. ↑ William J. Liu et al.: Surveillance of SARS-CoV-2 at the Huanan Seafood Market. In: Nature. Band 631, 5. April 2023, S. 402–408, doi:10.1038/s41422-020-0282-0 (nature.com [abgerufen am 7. April 2025]).
  139. ↑ Studie zu Corona-Ursprung: Was die DNA-Funde in Wuhan beweisen. In: tagesschau.de. 23. März 2023, abgerufen am 13. März 2025.
  140. ↑ Forschung zum Corona-Ursprung: WHO kritisiert China scharf. In: tagesschau.de. 7. April 2023, abgerufen am 13. März 2025.
  141. ↑ Alex Crits-Christoph, Michael Worobey et al.: Genetic evidence of susceptible wildlife in SARS-CoV-2 positive samples at the Huanan Wholesale Seafood Market, Wuhan: Analysis and interpretation of data released by the Chinese Center for Disease Control. In: Zenodo. 20. März 2023, doi:10.5281/zenodo.7754298 (zenodo.org [abgerufen am 22. April 2025]).
  142. ↑ George Gao, William Liu et al.: Surveillance of SARS-CoV-2 in the environment and animal samples of the Huanan Seafood Market. In: Researchsquare. 25. Februar 2022, doi:10.21203/rs.3.rs-1370392/v1 (researchsquare.com [abgerufen am 26. April 2025]).
  143. ↑ Alexander Crits-Christoph, Joshua I. Levy, Jonathan E. Pekar, Stephen A. Goldstein, Reema Singh, Zach Hensel, Karthik Gangavarapu, Matthew B. Rogers, Niema Moshiri, Robert F. Garry, Edward C. Holmes, Marion P. G. Koopmans, Philippe Lemey, Thomas P. Peacock, Saskia Popescu, Andrew Rambaut, David L. Robertson, Marc A. Suchard, Joel O. Wertheim, Angela L. Rasmussen, Kristian G. Andersen, Michael Worobey, Florence Débarre: Genetic tracing of market wildlife and viruses at the epicenter of the COVID-19 pandemic. In: Cell. Band 187, Nr. 19, 19. September 2024, ISSN 0092-8674, S. 5468–5482, hier 5471–5474, 5476 f., doi:10.1016/j.cell.2024.08.010, PMID 39303692 (cell.com [abgerufen am 14. März 2025]).
  144. ↑ Xiao Xiao et al.: Animal sales from Wuhan wet markets immediately prior to the COVID-19 pandemic. In: Nature Scientific Reports. Band 11, Nr. 11898, 7. Juni 2021, doi:10.1038/s41598-021-91470-2 (nature.com [abgerufen am 20. April 2025]).
  145. ↑ Virginie Courtier-Orgogozo, Francisco A. de Ribera: SARS-CoV-2 Infection at the Huanan Seafood Market. In: Environmental Research, Special Issue: SARS-Cov-2-Origin. Band 214, Nr. 1, November 2022, S. 3, doi:10.1016/j.envres.2022.113702 (sciencedirect.com [abgerufen am 17. April 2025]).
  146. ↑ Manli Wang, Zhengli Shi et al.: Remdesivir and chloroquine effectively inhibit the recently emerged novel coronavirus (2019-nCoV) in vitro. In: Cell Research. Band 30, 4. Februar 2020, S. 269–271, doi:10.1038/s41422-020-0282-0 (nature.com [abgerufen am 6. April 2025]).
  147. ↑ Sacramento-area company develops antibody test to detect COVID-19 in minutes. In: KSEE (channel 24). 2. April 2020, abgerufen am 6. April 2025 (englisch).
  148. ↑ Jonathan Calvert, George Arbuthnott: What really went on inside the Wuhan lab weeks before Covid erupted. In: The Sunday Times. 10. Juni 2023, abgerufen am 6. April 2025 (englisch).
  149. ↑ CanSino’s COVID-19 vaccine candidate approved for military use in China. In: Reuters. 29. Juni 2020, abgerufen am 6. April 2025 (englisch).
  150. ↑ Sputnik V: Russischer Impfstoffentwickler in Moskau ermordet. In: Spiegel Online. 4. März 2023, abgerufen am 6. April 2025.
  151. 1 2 Maanvi Singh, Helen Davidson, Julian Borger: Trump claims to have evidence coronavirus started in Chinese lab but offers no details. In: The Guardian. 1. Mai 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  152. ↑ Laura Kurtzman: Trump’s ‘Chinese Virus’ Tweet Linked to Rise of Anti-Asian Hashtags on Twitter. University of California, San Francisco, 18. März 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  153. ↑ Clare Birchall, Peter Knight: A Perfect Storm: Covid-19 Conspiracy Theories in the United States. In: Covid Conspiracy Theories in Global Perspective. Routledge, London / New York 30. Januar 2023, S. 335–350 (kcl.ac.uk [abgerufen am 13. März 2025]).
  154. ↑ Nectar Gan, Jessie Yeung: China counters Biden’s Covid probe with a US military base conspiracy theory. 28. Mai 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  155. ↑ Silvia Stöber: Desinformation statt globaler Antworten. 25. März 2020, abgerufen am 11. September 2026.
  156. ↑ Patrick Gensing, Pascal Siggelkow: Desinformation über Biolabore. 2. März 2022, abgerufen am 13. April 2025.
  157. ↑ If you didn’t have time to follow how China-Australia hit a new low, this is what you need to know. In: ABC News. 2. Januar 2021 (net.au [abgerufen am 13. März 2025]).
  158. ↑ Katherine Eban: The Lab-Leak Theory: Inside the Fight to Uncover COVID-19’s Origins. In: Vanity Fair. 3. Juni 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  159. ↑ Glenn Kessler: Analysis | Timeline: How the Wuhan lab-leak theory suddenly became credible. In: The Washington Post. 25. Mai 2021, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  160. ↑ Intelligence on Sick Staff at Wuhan Lab Fuels Debate on Covid-19 Origin. In: Wall Street Journal. 29. Mai 2021, archiviert vom Original am 29. Mai 2021; abgerufen am 13. März 2025.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  161. ↑ Alex Hern: Facebook lifts ban on posts claiming Covid-19 was man-made. In: The Guardian. 27. Mai 2021, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  162. ↑ Annie Linskey, Yasmeen Abutaleb, Shane Harris, David Willman: Biden asks intelligence community to redouble efforts to determine definitive origin of the coronavirus. In: The Washington Post. 26. Mai 2021, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  163. ↑ Biden unterzeichnet Gesetz zur Freigabe von Corona-Geheimdokumenten. In: tagesschau.de. Abgerufen am 13. März 2025.
  164. ↑ Katherine Dillinger: House Covid-19 panel releases final report criticizing public health response to the pandemic. 3. Dezember 2024, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  165. ↑ Final Report: COVID Select Concludes 2-Year Investigation, Issues 500+ Page Final Report on Lessons Learned and the Path Forward. 12. März 2025, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  166. ↑ House panel concludes that COVID-19 pandemic came from a lab leak. In: Science. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  167. ↑ Corona aus dem Labor? Was Experten sagen und wie China reagiert. Bayerischer Rundfunk, 13. März 2025, abgerufen am 20. April 2025.
  168. ↑ China says Wuhan institute was not involved in creating COVID-19 virus. In: Reuters. 12. Februar 2025, abgerufen am 20. April 2025 (englisch).
  169. ↑ Robert Kessler: Members of The Lancet COVID Commission Task Force on the Origins of SARS-CoV-2 Named. 23. November 2020, abgerufen am 13. März 2025.
  170. ↑ Fights over confidentiality pledge and conflicts of interest tore apart COVID-19 origin probe. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  171. ↑ Jeffrey D. Sachs und weitere: The Lancet Commission on lessons for the future from the COVID-19 pandemic. In: The Lancet. Band 400, Nr. 10359, 8. Oktober 2022, ISSN 0140-6736, S. 1224–1280, doi:10.1016/S0140-6736(22)01585-9, PMID 36115368 (thelancet.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  172. ↑ Lancet report claiming Covid could have come from US lab prompts anger. In: The Independent. 29. Oktober 2022, archiviert vom Original am 29. Oktober 2022; abgerufen am 13. März 2025.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  173. ↑ Alexander Eydlin: Corona-Pandemie: WHO startet in Wuhan Untersuchung zum Ursprung des Virus. In: Die Zeit. 28. Januar 2021, abgerufen am 13. März 2025.
  174. ↑ WHO in Wuhan: Alles deutet auf Fledermäuse als Corona-Ursprung hin. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 5. Januar 2021, abgerufen am 22. April 2025.
  175. ↑ Christian Herrmann: Peter Daszak, der befangene WHO-Ermittler. In: Ntv (Deutschland). Abgerufen am 13. März 2025.
  176. ↑ Martin Quin Pollard, Thomas Peter: WHO team probing COVID-19 visits Wuhan lab, meets ‘Bat Woman’. In: Reutrs. 28. Februar 2021, abgerufen am 4. Mai 2025 (englisch).
  177. ↑ WHO in Wuhan: Alles deutet auf Fledermäuse als Corona-Ursprung hin. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 9. Februar 2021, abgerufen am 13. März 2025.
  178. ↑ WHO-convened global study of origins of SARS-CoV-2: China Part. WHO, 30. März 2021, abgerufen am 30. März 2021., S. 118–120.
  179. ↑ Alexander Boyd: WHO Investigators Detail Political Environment During China Field Research. In: China Digital Times. 16. Februar 2021, abgerufen am 27. April 2025 (englisch).
  180. ↑ Kritik an Chinas Umgang mit WHO-Mission. In: Deutsche Welle. 14. Februar 2021, abgerufen am 13. März 2025.
  181. ↑ Nectar Gan: 14 countries and WHO chief accuse China of withholding data from coronavirus investigation. In: CNN. 31. März 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  182. ↑ Jesse D. Bloom, Yujia Alina Chan, Ralph S. Baric, Pamela J. Bjorkman, Sarah Cobey, Benjamin E. Deverman, David N. Fisman, Ravindra Gupta, Akiko Iwasaki, Marc Lipsitch, Ruslan Medzhitov, Richard A. Neher, Rasmus Nielsen, Nick Patterson, Tim Stearns, Erik van Nimwegen, Michael Worobey, David A. Relman: Investigate the origins of COVID-19. In: Science. Band 372, Nr. 6543, 14. Mai 2021, S. 694–694, doi:10.1126/science.abj0016, PMID 33986172, PMC 9520851 (freier Volltext) – (science.org [abgerufen am 14. März 2025]).
  183. ↑ Following report, WHO chief calls for deeper probe into lab-leak theory on Covid-19 origins. 30. März 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  184. ↑ Chris Buckley: China denounces the W.H.O.’s call for another look at the Wuhan lab as ‘shocking’ and ‘arrogant.’ In: The New York Times. 22. Juli 2021, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 14. März 2025]).
  185. ↑ WHO “open” to probing “new evidence” of COVID-19 lab leak origin theory, accepts “key pieces of data” still missing. In: CBS News. 10. Juni 2022, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  186. ↑ Jon Cohen: From ‘open-minded’ to ‘underwhelming,’ mixed reactions greet latest COVID-19 origin report. In: Science News. 9. Juni 2022, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  187. ↑ Smriti Mallapaty: WHO abandons plans for crucial second phase of COVID-origins investigation. In: Nature News. 14. Februar 2023, doi:10.1038/d41586-023-00283-y (nature.com [abgerufen am 27. April 2025]).
  188. ↑ Independent assessment of the origins of SARS‑CoV‑2. Scientific Advisory Group for the Origins of Novel Pathogens (SAGO), 27. Juni 2025, S. 23–25, 34, 57f., abgerufen am 27. Juli 2025.
  189. ↑ China releases white paper on COVID-19 prevention, control and origins tracing. In: CBS News. 30. April 2025, abgerufen am 4. Mai 2025 (englisch).
  190. ↑ Covid-19 Prevention, Control and Origins Tracing: China’s Actions and Stance. In: The State Council Information Office of the People’s Republic of China, April 2025. S. 23, abgerufen am 4. Mai 2025 (englisch).
  191. ↑ Le Chang et al.: Serosurvey for SARS-CoV-2 among blood donors in Wuhan, China from September to December 2019. In: Protein & Cell. Band 14, Nr. 1, 24. Mai 2022, S. 28–36, doi:10.1093/procel/pwac013 (oup.com [abgerufen am 4. Mai 2025]).
  192. ↑ Sridhar V Basavaraju et al.: Serologic Testing of US Blood Donations to Identify Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2)–Reactive Antibodies: December 2019–January 2020. Band 72, Nr. 12, 15. Juni 2021, S. 1004–1009, doi:10.1093/cid/ciaa1785 (oup.com [abgerufen am 4. Mai 2025]).
  193. ↑ Peter Daszak: Project DEFUSE: Defusing the Threat of Bat-borne Coronaviruses (HR001118S0017). 27. März 2018, S. 1 (englisch, archive.org [PDF; abgerufen am 14. September 2026]).
  194. ↑ Dake Kang, Maria Cheng, Sam McNeil: China clamps down in hidden hunt for coronavirus origins. In: Associated Press. 30. Dezember 2020, abgerufen am 27. April 2025 (englisch).
  195. ↑ Statement in support of the scientists, public health professionals, and medical professionals of China combatting COVID-19. In: The Lancet. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  196. ↑ Madeleine Spence: The rise and fall of British virus hunter Peter Daszak. In: The Times. 26. Juni 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  197. ↑ Addendum: competing interests and the origins of SARS-CoV-2. In: The Lancet. Abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  198. ↑ Kristian G. Andersen, Andrew Rambaut, W. Ian Lipkin, Edward C. Holmes, Robert F. Garry: The proximal origin of SARS-CoV-2. In: Nature Medicine. Band 26, Nr. 4, April 2020, ISSN 1546-170X, S. 450–452, bes. 450 (oben, Mitte), doi:10.1038/s41591-020-0820-9 (nature.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  199. ↑ Yushun Wan, Jian Shang, Rachel Graham, Ralph S. Baric, Fang Li: Receptor Recognition by the Novel Coronavirus from Wuhan: an Analysis Based on Decade-Long Structural Studies of SARS Coronavirus. In: Journal of Virology. 17. März 2020, doi:10.1128/jvi.00127-20 (asm.org). hier S. 2.
  200. ↑ Emily Kopp: Visual timeline: ‘Proximal Origin’. In: U.S. Right to Know. 6. Dezember 2023, abgerufen am 27. März 2025 (englisch).
  201. ↑ Jon Miltimore: Nature’s Proximal Origin Paper Was a Work of ‘Fraud and Scientific Misconduct,’ Say Scientists Demanding a Retraction. In: Foundation for Economic Education. 7. August 2023, abgerufen am 26. April 2025 (englisch).
  202. ↑ Toter Link auf der Facebook-Seite von WDR Aktuell (Coronawatch) vom 31. März 2020, abgerufen am 26. April 2025.
  203. ↑ Gary Ackerman, Brandon Behlendorf, Seth Baum, Hayley Peterson, Anna Wetzel, John Halstead: The Origin and Implications of the COVID-19 Pandemic: An Expert Survey (PDF; 1,0 MB). Global Catastrophic Risk Institute / Nemesys Insights, Februar 2024.
  204. ↑ Adam O’Neal: What Happened in Wuhan? In: Wall Street Journal. 26. November 2021, ISSN 0099-9660 (wsj.com [abgerufen am 13. März 2025]).
  205. ↑ Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie Roland Wiesendanger auf Researchgate
  206. ↑ Wirbel um „Studie“ zu Corona-Ursprung. In: Forschung & Lehre. 19. Februar 2021, abgerufen am 13. März 2025.
  207. ↑ Neil L. Harrison, Jeffrey D. Sachs: A call for an independent inquiry into the origin of the SARS-CoV-2 virus. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. Band 119, Nr. 21, 19. Mai 2022, doi:10.1073/pnas.2202769119 (pnas.org [abgerufen am 18. August 2026]).
  208. ↑ Y. Shir-Raz, E. Elisha, B. Martin et al.: Censorship and Suppression of Covid-19 Heterodoxy: Tactics and Counter-Tactics. In: Minerva. Band 61, 1. November 2022, doi:10.1007/s11024-022-09479-4 (springer.com [abgerufen am 16. August 2026]).
  209. ↑ Drosten zeigt sich überrascht – Neue Vermutung zu Corona-Ursprung. Funke Mediengruppe, 8. Juni 2021, abgerufen am 13. März 2025.
  210. ↑ Drosten: Laborunfall möglich, aber unwahrscheinlich. In: n-tv Nachrichten. 9. Februar 2022, abgerufen am 13. März 2025.
  211. ↑ Jing Chen, Zheng-Li Shi et al.: Bat-infecting merbecovirus HKU5-CoV lineage 2 can use human ACE2 as a cell entry receptor. In: Cell. Band 188, Nr. 6, 20. März 2025, ISSN 0092-8674, doi:10.1016/j.cell.2025.01.042 (cell.com [abgerufen am 18. April 2025]).
  212. ↑ Jordan King: CDC Speaks Out as New Coronavirus in China Sparks Concerns. In: Newsweek. 25. Februar 2025, abgerufen am 10. August 2026 (englisch).
  213. ↑ R. Grunow, E.-J. Finke: A procedure for differentiating between the intentional release of biological warfare agents and natural outbreaks of disease: its use in analyzing the tularemia outbreak in Kosovo in 1999 and 2000. In: Clinical Microbiology and Infection. Band 8, Nr. 8, August 2002, S. 510–521, doi:10.1046/j.1469-0691.2002.00524.x (elsevier.com [abgerufen am 19. August 2026]).
  214. ↑ Jason D. Bannan: Assessing the Origin of the COVID19 Pandemic Is Still Important. In: FASEB BioAdvances. Band 8, Nr. 8, August 2026, ISSN 2573-9832, doi:10.1096/fba.2026-00227, PMID 42565083, PMC 13446652 (freier Volltext) – (wiley.com [abgerufen am 20. August 2026]).
  215. ↑ Carmen Paun, Daniel Payne, Ruth Reader, Erin Schumaker: A lab leak theorist explains. 16. Mai 2024, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
  216. ↑ Michael Butter: Die Alarmierten. Was Verschwörungstheorien anrichten. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-02992-3, S. 21.
  217. ↑ Florian Schumann, Jakob Simmank: Nicht nur der Geheimdienst wird langsam stutzig. In: Zeit Online. 19. März 2025, abgerufen am 13. April 2025.
  218. ↑ Josh Margolin, James Gordon Meek: Intelligence report warned of coronavirus crisis as early as November: Sources. ABC News, 9. April 2020.
  219. ↑ Ken Dilanian, Robert Windrem, Courtney Kube: U.S. spy agencies collected raw intelligence hinting at public health crisis in Wuhan, China, in November. In: NBC News. 10. April 2020, abgerufen am 10. August 2026 (englisch).
  220. ↑ Kaitlyn Folmer, Josh Margolin: Satellite data suggests coronavirus may have hit China earlier: Researchers. In: ABC News. 8. Juni 2020, abgerufen am 10. August 2026 (englisch).
  221. ↑ Key Takeaways (PDF)
  222. ↑ Jon Cohen: COVID-19’s origins still uncertain, U.S. intelligence agencies conclude. In: Science. 27. August 2021, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  223. ↑ Larisa Brown, Madeleine Spence: Covid: Wuhan lab leak is ‘feasible’, say British spies. In: Times. 30. Mai 2021, archiviert vom Original am 19. Februar 2022; abgerufen am 22. April 2025 (englisch).
  224. ↑ Katherine Eban: Exclusive: Inside the FBI’s Lab Leak Investigation. In: Vanity Fair. 27. Februar 2025, abgerufen am 13. März 2025 (englisch).
  225. ↑ Katharina James: Corona-Pandemie: FBI bekräftigt Laborpanne als Ursprung des Coronavirus. In: Die Zeit. 1. März 2023, abgerufen am 13. März 2025.
  226. ↑ Neuer CIA-Direktor geht von Coronaursprung im Labor aus. In: Deutsches Ärzteblatt. 27. Januar 2025, abgerufen am 13. März 2025.
  227. ↑ Pandemie: Neuer CIA-Direktor ändert behördliche Einschätzung zum Corona-Ursprung. In: Die Welt. 27. Januar 2025, abgerufen am 13. März 2025.
  228. ↑ Elmar Theveßen: Biologische Kriegsführung: Die wahre Brisanz des BND-Reports zu Wuhan. In: ZDF. 14. März 2025, abgerufen am 27. März 2025.
  229. ↑ Irene Genhart: Blame. In: Filmdienst. 28. Januar 2026, abgerufen am 16. September 2026.
  230. ↑ Kees Driessen: Visions du Réel opening film review: Blame by Christian Frei. In: Business Doc Europe. 6. April 2025, abgerufen am 16. September 2026 (englisch).