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split

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Hinweis:

Dieser Artikel beschreibt die alte Implementation des Programms. Ab Ubuntu 24.04 ist auch mit Paket rust-coreutils 🇬🇧 eine neue Implementierung in der Programmiersprache Rust für Ubuntu verfügbar, und ab Ubuntu Version 25.10 wird die Implementierung in Rust als Standard bevorzugt.

Die Implementierung in Rust strebt Funktionsgleichheit mit der alten Implementierung an. Es können aber kleine Abweichungen auftreten. Dies bedeutet, dass das hier Beschriebene von der am eigenen Rechner vorgefundenen Situation abweichen kann.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Wiki/Icons/terminal.png split dient zum Aufteilen großer Dateien in beliebig viele kleinere Dateien. Es kommt hauptsächlich bei der Verteilung oder Datensicherung von großen Dateien zur Anwendung. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber proprietären Formaten ist die Möglichkeit, die geteilten Dateien auf jedem Betriebssystem ohne zusätzliche Software wieder zusammenzufügen.

Eine weitere Lösung für den Dateimanager Nautilus wird im Artikel Nautilus/Skripte/Splitten und Vereinigen beschrieben.

Installation

 

  • Bis Ubuntu 25.04 ist das Programm im essentiellen Paket coreutils enthalten und deshalb auf jedem System installiert. Diese Variante beruht auf den altbekannten GNU Core Utilities.

  • Ab 25.10 ist das Paket coreutils 🇬🇧 jedoch ein Metapaket, welches alternativ durch gnu-coreutils 🇬🇧 oder rust-coreutils 🇬🇧 oder weitere befriedigt werden kann.

  • Bei 25.10 und 26.04 installiert das Paket coreutils-from-uutils 🇬🇧 beide vorstehend genannten Pakete und aktiviert die rust-coreutils als Vorgabe. Siehe Artikel rust-coreutils zur Umstellung auf die GNU-Utilities.

  • Ab 26.10 soll aber coreutils-from-uutils nur noch die rust-coreutils installieren. Wer dann die alten gnu-coreutils verwenden will, muss coreutils-from-gnu 🇬🇧 manuell installieren.

Benutzung

Die allgemeine Syntax ist [1]:

split [OPTION] [EINGABE [PRÄFIX]] 

split kennt die folgenden Optionen:

Optionen von split
Option Beschreibung
-a N Suffixe mit Länge N verwenden.
-b GRÖSSE GRÖSSE Bytes in die Ausgabedatei ausgeben.
-C GRÖSSE höchstens GRÖSSE Bytes pro Zeile auf die Ausgabe schreiben.
-d numerische Suffixe statt alphabetischer benutzen.
-l ANZAHL ANZAHL Zeilen in die Ausgabedatei ausgeben.
--verbose Meldung auf der Standardfehlerausgabe ausgeben, bevor jede Ausgabedatei geöffnet wird.

GRÖSSE kann folgende multiplikative Endungen tragen:

b 512
kB 1000
K 1024
MB 1000×1000
M 1024×1024
GB 1000×1000×1000
G 1024×1024×1024

und so weiter für T, P, E, Z, Y.

Beispiele

Aufteilen

Eine Datei kann man recht einfach mit dem Befehl split aufteilen:

split -b 700M archiv.tar split-archiv.tar. 
  • mit der Option -b wird split angewiesen, die Datei in Teile von 700MB aufzuteilen.

  • der PRÄFIX split-archiv.tar. sorgt für die eindeutigen Namen der erzeugten Dateien

Je nach Größe der zu teilenden Datei bekommt man Teil-Dateien in der Form:

split-archiv.tar.aa
split-archiv.tar.ab
...

Mit der Option -d sind auch numerische Suffixe möglich:

split-archiv.tar.01
split-archiv.tar.02
...

Die Option -l ermöglicht das Teilen einer Datei nach einer definierten Anzahl von Zeilen. Hier 25 Zeilen.

split -d -l 25 Text.txt Text.txt. 

Zusammenführen

Ubuntu / Linux

Mit Hilfe von cat kann man die Dateien wieder zusammenführen.

cat split-archiv.tar.* > archiv.tar 

Microsoft Windows

Unter Windows nutzt man den DOS-Befehl copy

copy /b split-archiv.tar.01+split-archiv.tar.02+split-archiv.tar.03 archiv.tar 

Diese Revision wurde am 6. Oktober 2026 18:47 von Ruth-Wies erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Shell, Packprogramme